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Full text : Jahresbericht 1960

Jahresbericht  Nr,15/1960

Es  wurden  ferner  Versuche  ausgeführt,  den  Radarreflektor  gleichzeitig
als  Sendeantenne  für  einen  in  die  Boje  einzubauenden  Notsender  auszunutzen,
wobei  die  unter  "b)  Funksendebojen"  mitgeteilten  Ergebnisse  erzielt  wurden.
Durch  die  Mehrfachausnutzung  solcher  Bojen  als  Sender  (ab  40  sm),  Radar-Reflektor ­
  (ab  4  sm),  Licht-Reflektor  (ab  1  sm)  und  lichtumsetzer  dürfte  ein
sicheres  Heranführen  an  die  Unfallstelle  durch  das  jeweils  der  Entfernung
angepaßte  Mittel  zu  erreichen  sein.
3.  Früfung  nautischer  Geräte,  navigatorische  Bordprüfungen ­
  von  Ortungsfunkanlagen.  Schiffsmagnetiamus
und  Kompaßregulierungen,  nautische  Auskünfte.
a)  Allgemeines.  Mit  der  weiteren  Vergrößerung  der  deutschen  Handelsflotte
ist  die  Zahl  der  in  Hamburg  und  bei  den  12  Außendienststellen  des  Instituts
zur  Prüfung  eingereichten  nautischen  Instrumente  und  Positionslaternen  einschließlich ­
  der  Bordprüfungen  auf  insgesamt  3B.000  im  Jahre  I960  angewachsen. ­
  Damit  hat  seit  Beginn  der  Prüftätigkeit  in  Deutschland  auf  Grund  der
im  Jahre  1875  erlassenen  Verordnung  über  die  "Prüfung  und  Berichtigung  der
auf  Schiffen  gebräuchlichen,  für  die  Sicherheit  der  Fahrten  und  die  Zuverlässigkeit ­
  der  Beobachtungen  wichtigen  Instrumente  -  und  die  Prüfung  des
Verhaltens  der  Magnetnadel  an  Bord  eiserner  Schiffe  und  Erteilung  von  Weisungen ­
  für  ihre  zweckmäßige  Aufstellung  an  Bord  der  Schiffe"  die  Zahl  der
vorgenomm'enen  Prüfungen
1.000.000
überschritten.  Durch  diese  Prüftätigkeit  konnte  die  Entwicklung  und  Verbesserung ­
  der  nautischen  Geräte  maßgebend  beeinflußt  werden.  Die  Gepflogenheit
des  Instituts,  neben  wissenschaftlichen  und  technischen  Kräften  auch  solche
mit  nautischen  Erfahrungen  an  der  Entwicklung  und  Verbesserung  der  nautischen ­
  Geräte  zu  beteiligen,  hat  sich  bewährt  und  ist  heute  notwendiger  denn
je,  da  an  die  auf  Schiffen  gebräuchlichen  Navigationsgeräte  und  -anlagen
immer  größere  Anforderungen  gestellt  werden  und  dem  Nautiker  die  Einsatzbedingungen ­
  vertraut  sind.  Durch  die  regelmäßig  vorzunehmenden  Prüfungen  wird
dem  Schiffsführer  die  Gewißheit  der  Einsatzbereitschaft  seiner  an  Bord  befindlichen ­
  Navigationsgeräte  und  -anlagen  gegeben.
b)  Prüfung  der  Kompasse  und  Peilgeräte.  In  Hamburg  und  in  Bremen  wurden
neue  moderne  Kompaßprüfstände  aufgestellt.
Insgesamt  wurden  im  Berichtsjahr  5940  Kompasse  und  Peilgeräte  geprüft
und  attestiert.  847  Kompasse  mußten  wegen  verschiedener  Fehler  zurückgewiesen ­
  werden.  An  bemerkenswerten  Fehlem  traten  auf:  Falsche  Nadelanordnung
in  mehreren  Fällen,  in  einem  Fall  ergaben  sich  dadurch  an  Bord  unkompensierbare ­
  Werte  von  7°;  in  2  Fällen  waren  die  Magnetsysteme  von  Irockenkompassen
umgepolt.

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