Jahresbericht Nr.15/1960
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t>) Astronomische und optische Geräte. Die im Jahre 1959 begonnene Über
prüfung der für Schiffs-Positionslaternen verwendeten lampentypen der ver
schiedenen Herstellerfirmen wurden im Berichtsjahr weiter ausgedehnt. Die
von 4 Herstellerfirmen vorgestellten je 5 lampen von 6 verschiedenen Typen
zeigten zu Beginn der Prüfung im allgemeinen die vorgeschriebenen Werte
der lichtstarke und Farbtemperatur; nur 2 lampen hatten zu hohe lichtstar
ke. Bei der Dauerprüfung brannten 3 lampen einer Type nach verhältnismäßig
kurzer Betriebs zeit (3ÖÖ Stundaf durch. Alle übrigen lampen überstanden die
Prüfung. Da dabei auch lampen solcher Typen waren, die früher zu Beanstandun
gen Anlaß gaben, ist der Wert dieser Prüfkontrollen deutlich zu erkennen.
Es wurden kleine Internen, die für Verwendung auf Segelyachten vorgeschla
gen wurden, hinsichtlich ihrer lichtstarke und deren Verteilung in der Hori
zontalebene sowie bei Neigung um + 10° vermessen. Die lichttechnischen For
derungen für Positionslaternen mit elektrischer lichtquelle lassen sich mit
solchen Internen noch erfüllen.
c) lote und logge. Bis zum Beginn der Vermessungssaison wurden die er
forderlichen Überholungsarbeiten an den Echolotanlagen der Vermessungsschif
fe durchgeführt. Hierbei ergaben sich besondere Schwierigkeiten bei den fast
20 Jahre alten Horizontallotanlagen der Wracksuchschiffe.
Im Zuge der geplanten Ausrüstung der Ersatzbauten der Wracksuchschiffe
mit H-I-Anlagen sind an der Schwingerbasis des VS "Süderoog” Versuche mit
einem Impuls-Röhrengenerator größerer leistung und einigen neuen Zusatzge
räten durchgeführt worden. Die hiermit erzielten Reichweiten waren zufrieden
stellend.
Während der Fahrten des VBS "Gauß" in die norwegische Rinne und in die Bis
kaya wurden Echolot-Schreibanlagen der einschlägigen Firmen mit magnetostrik
tiven und elektrostriktiven Schwingern sowie mit Transceivern verschiedener
leistung erprobt.
An der Tiefsee-Iotanlage von VES "Gauß" wurde versuchsweise ein Synchron-
Sehreibgerät als Tochtergerät zur gesonderten großmaßstäblichen Aufzeichnung
der Scattering layer betrieben.
Mit einem quarzgesteuerten Zusatzgerät wurde eine Tiefenskala (bezogen auf
die Wasserschallgeschwindigkeit von 1500 m/sec) in das Echogramm elektronisch
eingeblenäet. Dieses Gerät erlaubt eine ständige Kontrolle der Drehzahl des
Schreibermotors und sämtlicher Ungenauigkeiten der Getriebe; dadurch ist eine
laufende Überwachung nicht mehr notwendig, und die Auswertung der Eehogramme
wird erleichtert. Außerdem ist es mit diesem Apparat möglich, Einzelsignale
auszulösen, die einen exakten seitlichen Abstand von der Sendeimpulsauslösung
haben. Ein solches verzögertes Binzeisignal kann z.B. zur Betätigung eines