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Full text: Jahresbericht 1960

- Seite 61 - 
Gezeiten, nautische Astronomie, Zeitdienst, Rechenanlage 
Gezeitenströme und Strömungen des Teils C; für das Handbuch der Ostküste 
Südamerikas, I.Teil, die Abschnitte über Gezeiten (mit zwei Gezeitehkarten) 
und Gezeitenströme des Teils B und Angaben über Gezeiten, Gezeitenbrandung, 
Wasserstände, Gezeitenströme und Strömlingen des Teils C; für das Handbuch 
der Ostküste Südamerikas, II.Teil, die Angaben über Gezeiten, Wasserstände, 
Gezeitenströme und Strömungen des Teils C; die Abschnitte über Gezeiten 
(mit zwei Gezeitenkarten) und Gezeitenströme (mit 39 Gezeitenstromkarten) des 
Teils B und die Angaben über Gezeiten und Gezeitenströme des Teils B. 
Der "Atlas der Gezeitenströme für die Nordsee, den Kanal und die Britischen 
Gewässer" ging in den letzten Monaten des Jahres so schnell weg, daß ein Nach 
druck nötig war. Dabei konnten nur die Berichtigungen eingearbeitet werden, die 
seit dem Erstdruck durch N.f.S. bekanntgegeben waren. Eine Neuausgabe, die vor 
allem die in den letzten Jahren gewonnenen Schaufelrad-Strommessungen berück 
sichtigt, wird vorbereitet und kann wahrscheinlich 1961 erscheinen. 
Die Versuche, durch Ausgleichsrechnungen zu ermitteln, wie der quasista 
tionäre Windstau bei Cuxhaven von dem Druckfeld über der Nordsee abhangt, 
wurden weitergeführt. Die Bälle, in denen der Stau sich nicht stationär ver 
hält, sind weiter verfolgt worden. Teilergebnisse konnten bereits bei den 
Vorhersagen verwendet werden. Berner wurde mit der Aufbereitung der Unterla 
gen für eine umfassendere Niedrigwasservorhersage begonnen. Eine solche wird 
in letzter Zeit immer stärker verlangt. Die Unterlagen, nach denen der Windstau 
an der Ostküste Schleswig-Holsteins vorherzusagen ist, wurden weiter ergänzt. 
c) Windstau- und Sturmflutwamdienst. Der Dienst wurde wie bisher unter 
wetterkundlicher Beratung durch den Deutschen Wetterdienst, Seewetteramt Ham 
burg, und mit personeller Unterstützung seitens der Abteilung IV durchgeführt. 
Die Vorhersagen der Hochwasserstände an der deutschen Nordseeküste, für Emden, 
Bremen und Hamburg wurden regelmäßig vom Nord- bezw, Westdeutschen Rundfunk 
im Anschluß an die Nachrichtensendungen gegen 09.00 und 22.00 Uhr verbreitet. 
Im Berichtsjahr wurden über den Rundfunk 16 "Sturmflutwarnungen" bezw. "Warnun 
gen an die Schiffahrt" ausgegeben. Außerdem hat ein fester Empfängerkreis, dem 
nunmehr 210 Behörden und Firmen angehören, durch Posttelegramme (im Hamburger 
Raum fernmündlich) 895 Sturmflutwarnungen bezw. Warnungen vor niedrigen Wasser 
ständen erhalten. Über das WP-Netz erhielten einige Imter regelmäßig Vorhersa 
gen stärker erhöhter Hoch- bezw. Niedrigwasser. Überdies waren fast täglich 
telefonische Auskünfte besonderer Art über Hoch- oder Niedrigwasser im gesam 
ten deutschen Nordsee-Küstenbereich sowie einzelne Wasserstandsvorhersagen für 
die Schleswig-Holsteinische Ostseeküste an amtliche oder private Stellen zu 
erteilen. Der Auskunftsdienst bei Sturmfluten wird im Hamburger Raum durch den 
Pemsprechsonderdienst unter der Nummer 4163 wesentlich entlastet. 
Für die Schleswig-Holsteinische Ostseeküste wurden 7 Sturmflutwamungen 
über den Rundfunk und 102 telegraphische Warnungen ausgegeben.
	        
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