accessibility__skip_menu__jump_to_main

Full text: Jahresbericht 1960

- Seite 4 - 
Jahresbericht Kr.15/1960 
A. Heuer Präsident des Deutschen Hydrographischen Instituts 
I. ABSPRACHE DES HBRRH BÜHDESVERKEHRSMINISTBRS DR.-IHG.H.-C.SEEBOHM 
Anläßlich der Verabschiedung des Herrn Präsidenten 
Dr.Böhnecke und der Amtseinführung des Herrn Präsi 
denten Dr.Zwiebler beim Deutschen Hydrographischen 
Institut, Hamburg, am 2.Januar 1961 führte der Bun 
desminister für Verkehr Herr Dr.-Ing.H.-C.Seebohm, 
u.a. folgendes aus: 
Wir haben uns heute hier versammelt aus Anlaß des Eintritts von Herrn 
Präsidenten Dr.Böhnecke in den Ruhestand, wie es amtlich formuliert 
zu werden pflegt. In Wirklichkeit wird Herr Dr.Böhnecke ab heute 
aber keineswegs ruhen, sondern zu einigen besonders wichtigen Aufgaben, 
die er weiterführen wird, noch neue Aufgaben hinzu übernehmen. Br wird 
allerdings die Geschäfte des Präsidenten des Deutschen Hydrographischen 
Instituts (D.E.I.) seinem Hachfolger, Herrn Dr.Zwiebler, übergeben, und 
dies veranlaßt Sie, meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vom D.H.I. 
heute für kurze Zeit die Arbeit ruhen zu lassen, um mit Ihrem bisherigen 
Präsidenten letztmalig dienstlich zusammen zu sein. 
Es ist erfreulich, daß es in unserer rastlosen Zeit noch amtliche- Anlässe 
gibt, bei denen es gestattet ist, sich über das rein Dienstliche hinaus 
auch mit der Persönlichkeit eines Menschen zu beschäftigen; denn wenn mir 
heute die Aufgabe gestellt ist, Herrn Präsidenten Dr.Böhnecke aus seinem 
Amt zu verabschieden, das ihm lange Jahre Lebensinhalt gewesen ist, und 
wenn ich diesen Anlaß benutzen möchte, um sein Werk zu würdigen, so kann 
ich das nur, indem ich zu Ihnen auch von dem Menschen Dr.Böhnecke spreche. 
Dr.Böhnecke ist im Jahre 1946 an die Spitze des D.H.I. getreten. Diese Zeit 
erscheint uns heute schön unendlich fern. Wir sollten uns aber noch ein 
mal in diese läge zurückversetzen, um wieder das rechte Maß zu finden, 
für das, was sich damals abgespielt hat und was damals getan worden ist. 
Mit der Kapitulation und nach den Beschlüssen der Alliierten war die 
deutsche Wehrmacht de jure aufgelöst und ihr weiteres Bestehen verboten; 
auf Versuche, ihre Organisation fortzuführen, stand Todesstrafe. Das galt 
auch für die Amtsgruppe Nautik des Oberkommandos der Kriegsmarine (OEM), 
den Vermessungsverband, das Marineobservatorium, dessen Leiter damals 
Herr Dr.Böhnecke war, und für die Deutsche Seewarte (als Teil der Luft 
waffe und der Marine). In Wirklichkeit" aber waren diese Einheiten im Laufe 
des Jahres 194-5 nicht zerfallen, sondern sie existierten mit wesentlichen 
Teilen ihres Personals und ihrer Einrichtungen unter der Aufsicht der 
Siegermächte als schwer definierbare Gebilde weiter. Die Amtsgruppe Hautik 
des OKM, war von Berlin nach Kämpen auf Sylt ausgewichen, ihr technischer
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.