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Full text : Jahresbericht 1960

Jahresbericht  Nr.15/1960

-  Seite  56  -

Seit  dem  Jahre  1955  werden  die  Basiswerte  von  sechs  europäischen  Observatorien
  '  durch  Momentanwerte  miteinander  verglichen.  An  dem  Vergleich
nimmt  vom  Jahre  I960  ab  auch  die  Station  Dourbes  (Belgien)  teil.
Das  Heft  "Magnetogramme  Wingst  1957"  ist  erschienen.  Die  Bearbeitung  des
Heftes  "Magnetogramme  Wingst  1958"  ist  begonnen  worden.  Die  Tabellen  und  Tafeln ­
  für  das  DoppelJahrbuch  Nr.  11,  1957/58  liegen  druckfertig  vor.  Wie  in
den  Vorjahren  wurde  monatlich  ein  Bericht  über  die  erdmagnetische  Aktivität
herausgegeben  und  an  80  Stellen  des  In-  und  Auslandes  verschickt.  Eine  laufende ­
  Berichtersattung  erfolgte  außerdem  in  den  "lonosphärenberichten"  des
10-tägigen  deutschen  Wetterberichtes;  diese  Berichte  werden  den  "Medizin-Meteorologischen
  Ergänzungen  des  Deutschen  Wetterdienstes"  beigelegt.
Im  Observatorium  Wingst  wurden  im  Berichtsjahr  neben  anderen  Instrumenten
3  transportable  erdmagnetische  Variographen  und  3  Einzelsysteme  aus  Variographen
  nachjustiert,  geprüft  und  attestiert.
Kopien  der  Magnetogramme  erhielten  laufend  das  Geophysikalische  Institut
der  Universität  Göttingen,  das  Erdmagnetische  Observatorium  Niemegk,  das
Heinrich-Hertz-Institut  für  Schwingungsforschung  in  Berlin-Charlottenburg
und  auf  Anforderung  zeitweise  auch  zahlreiche  andere  Institute  und  Firmen
des  In-  und  Auslandes.
b)  Erdmagnetische  Kartographie.  Für  die"Ergebnisse  der  erdmagnetischen
Beobachtungen"  des  Observatoriums  Wingst  erhält  das  Institut  im  Tauschverkehr ­
  von  ausländischen  Stationen  genügend  Zahlenmaterial,  um  der  Seefahrt
hinreichende  Angaben  zu  machen,  und  zwar  für  die  Isogonenkarten,  für  die
Textbeiträge  in  den  Seehandbüchem  und  für  die  Rosenangaben  auf  den  Seekarten.
Für  die  Herausgabe  von  5  Isogonenkarten  und  77  Seekarten  wurden  259  Mißweisungsangaben ­
  geliefert  und  93  "Gebiete  unsicherer  Mißweisung"  bearbeitet.
Die  Kartei  der  Meßpunkte  und  der  Störungsatlas  für  "Gebiete  unsicherer
Mißweisung"  wurden  wie  bisher  weitergeführt  und  vervollständigt.
c)  Vermessungsaufgaben.  Das  Instrumentarium  zur  magnetischen  Vermessung
des  Untergrundes  der  Nordsee  konnte  im  Berichtsjahr  durch  ein  Erotonenmagnetometer
  ergänzt  werden.  Das  neue  Magnetometer  dient  zur  Messung  der  Totalintensität. ­
  Die  Meßsonde  wird  auch  bei  dieser  Methode  in  einem  Abstand  von
etwa  110  m  hinter  dem  Schiff  an  einem  Seekabel  geschleppt.  Die  Totalintensität ­
  kann  damit  auch  unter  ungünstigen  Wetterbedingungen  mit  einer  Genauigkeit ­
  zwischen  1  und  5y  bestimmt  werden.  Es  wurden  im  Jahr  I960  zahlreiche
Profile  der  Totalintensität  und  der  Vertikalintensität  in  der  Nordsee  vermessen. ­


vgl.Jahresbericht  Nr.14,
1959,  S.31
            
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