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Full text: Jahresbericht 1960

- Seite 44 - 
Jahresbericht Sr. 15/1960 
Sdiarhömriff, Horder-, Wester- und Ostertill, Bakenloch und Heu-Cappeler 
lief sowie im ausgeloteten Ie.il des See- und Wattengebietes der Knecht— 
sände einschließlich Wurster Watt und Meyers Legde. Diese Gebiete wurden 
zuletzt 1954 bezw. 1950 vermessen. 
Insgesamt wurden in den heimischen Gewässern rd. 6145 km lotprofile 
gegenüber rd. 10 950 km im Vorjahr abgelaufen. Die Minderleistung ist durch 
die ungünstigen Wetterverhältnisse dieser Vermessungsperiode bedingt. Auf 
den ständigen An- und Abmarschwegen in die jeweiligen Arbeitsgebiete ein 
schließlich der in einem Abstand von 2 Monaten notwendigen Fahrten zum 
Entmagnetisieren nach Kiel legten die Vermessungsfahrzeuge rd. 17 850 km 
zurück. Das Verhältnis der An- und Abmarschwege zur Gesamtlänge der abge 
laufenen Lotprofile ist ungünstiger als im Vorjahr, weil die Vermessungs 
fahrzeuge infolge der ungünstigen Wetterverhältnisse oft nur kurze Zeit 
oder überhaupt nicht im Vermessungsgebiet arbeiten konnten. 
VFS "Gauß" führte im Rahmen des Internationalen Overflow-Programms 
eine rd. 4 1/2- wöchige Fahrt in das Seegebiet Färöer-Island zur Unter 
suchung der Uberströmungsvorgänge über den Island-Färöer-Rücken durch 
(vgl.S. 50 und Abb.1). Hierbei wurden 3513 km Lotprofile gewonnen. Für die 
Schiffsortbestimmungen wurden die Loran-Hyperbeln der Nordostatlantik- 
Kette ( 1 L5 und 1 L6) mit Erfolg benutzt. Außerdem unternahm VFS "Gauß" 
neben einem kürzeren Einsatz für Vermessungsarbeiten in heimischen Gewässern, 
9 Forschungs- und Versuchsfahrten in der Hord- und Ostsee und der nördlichen 
Biskaya für ozeanographische, geophysikalische und funktechnische Untersuchun 
gen sowie für Baumusterprüfungen und für die Erprobung nautisch-technischer 
Geräte. Auf einer dieser Fahrten (Ostsee, Skagerrak) wurden 1972 km ausgelotet 
(vgl.Abb.2), Einschließlich der Fahrt in das Seegebiet Färöer-Island legte 
"Gauß" auf diesen Forschungs- und Versuchsfahrten rd. 24 050 km zurück. 
VS "Süderoog" wurde neben seiner Vermessungstätigkeit noch für 6 Versuchs 
fahrten in den heimischen Gewässern mit insgesamt ca. 2020 km eingesetzt. Die 
Fahrten dienten vorwiegend funktechnischen Untersuchungen. 
Die beiden VWS "Atair" und "Wega" arbeiteten im näheren Küstenbereich und 
auf den Zwangswegen der Hord- und Ostsee. Dabei stellten sie 32 neue Wrack 
positionen in der Nordsee fest, von denen 9 Wracke schon dem Hamen nach be 
kannt waren, überprüften in der Nordsee 59 nnd in der Ostsee 2 bereits früher 
untersuchte Wracke auf Lage, geringste Wassertiefe und Zustand (darunter fallen 
auch die Kontrollen der bis auf eine vorgeschriebene Wassertiefe beseitigten 
Wracke) und suchten auf 31 weiteren angegebenen Positionen nach Wracken oder 
anderen Unterwasserhindernissen. VWS "Atair" lief gemeinsam mit VWS "Wega" 
viermal, VWS "Wega" einmal allein zu einem Sondereinsatz außerhalb der Ver 
messungsperiode aus. Beide Schiffe fuhren zusammen rd. 18 860 km.
	        
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