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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 4 (1876)

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Biegung des Flusses am westlichen Ufer; derselbe muss frei von der Südspitze 
der östlichen Grenze der Barre sein, 
Nachdem wir der östlichen Brandung bis zu ihrem Ende gefolgt waren, 
steuerte der „Bullfinch‘“ quer über nach dem westlichen Ufer, von dem er 
535 Met. abblieb. Dieses Ufer ist anscheinend steil abfallend. Während man 
bei gleichem Abstande von diesem Ufer abblieb, wurden bis zu der Mündung 
des kleinen Armes, an welchem die Stadt Barranquilla liegt, 9.1 und 12.s Met, 
Wasser gelothet. Die Stadt liegt ungefähr 1/2 Seem. von dieser Mündung und 
6 bis 7 Seem. von der Barre entfernt. In dem Arme sind Wassertiefen von 
1.5 bis 3.0 Met.; er wird von Flussdampfern befahren. 
Gezeiten. Die Fluthhöhe betrug ungefähr 0.65 Met.; die Strömung im 
Flusse hatte eine Geschwindigkeit von ungefähr 2 Seem. die Stunde und nahm 
bis auf 3 Seem. die Stunde zu. 
Gegenwärtig werden die Producte des Innern auf Flussdampfern nach 
Barranquilla gebracht und von dort mit der Eisenbahn nach Sabanilla, woselbst 
zie mit Hilfe von Booten an Bord der Schiffe verladen werden. 
Der Ankerplatz zu Sabanilla ist zu Wasser 3 Seem. von Salgar ent- 
fernt; in letzterem Orte befindet sich das Zollamt und das Ende der Eisenbahn 
von Barranquilla. Diese Stadt ist 16 Seem. von Salgar entfernt; der Ankerplatz 
zu Sabanilla liegt ungefähr 15 Seem. von der Barre des Magdalenenflusses.“ 
Ueber die Veränderungen der Inseln und Bänke bei Sabanilla 
berichtet Capitain-Lieutenant Chüden ferner Folgendes: 
„Die vor Sabanilla liegenden Inseln und Bänke sind scheinbar durch 
den Strom sehr bedeutenden Veränderungen unterworfen, denn die von dem 
deutschen Geschwader im Jahre 1873 unter dem Commando des damaligen 
Capitain zur See, jetzigen Admiral Werner aufgenommene Karte der Bucht 
(Tit. VII, No, 22) stimmt heute, in dieser Hinsicht wenigstens, absolut 
aicht mehr. 
So liegt zum Beispiel die Insel Verde dort, wo die Bake steht, haken- 
förmig nach Süden ab. Der südwestliche Theil der Insel Sabanilla ist von 
vielen Kanälen durchschnitten. Beides ist aus der obenerwähnten früheren 
deutschen Karte nicht zu ersehen, 
Der östliche Arm der Insel Sabanilla erstreckt sich mit.nur einer un- 
bewaldeten Sandzunge nach dem Dorfe gleichen Namens hinüber, während in 
ler Karte unrichtiger Weise eine zweite vorliegende Insel dort verzeichnet 
ist. Die bei der Nisperal Spitze angegebene bewaldete Insel ist nur eine 
Bank, die bei Hochwasser mit Booten passirt werden kann. Alles dieses 
scheint in der französischen Karte (nach den Aufnahmen im Jahre 1873 der 
französischen Corvette „le Duchayla“, Commandant la Gougine) richtig nieder- 
gelegt zu sein. 
Die Peilung des sogenannten Zollhauses vom Leuchtthurm ist diesseits 
N20°0, die Entfernung 2564 Met. gefunden. Die Lage der Culebra-Bank durch 
Winkel nochmals festzustellen, erlaubten die Umstände nicht, doch ist dieselbe 
für die Schifffahrt von keiner Gefahr mehr, seitdem im August d.J. an der 
Züdwest-Ecke der Bank eine Boje ausgelegt ist. Diese ist spitz, ca. 1.s Met. 
hoch, aus Eisen, schwarz angestrichen, führt mit weissen Buchstaben den Namen 
„Culebra“ und liegt auf 12 Met. Wasser ca. '/a Kblg. von der Bank entfernt. 
Die Boje peilt vom Leuchtthurm N85°W, vom Zollhaus S62°W (missweisend). 
Die Bank erstreckt sich 2 bis 3 Kblg. in der Linie Morro Hermoso- Boje, in 
nordöstlicher Richtung. Die geringste auf derselben gelothete Tiefe betrug 
31/4 Met. Wenn man, von Norden kommend, Verde-Insel auf 2 bis 3 Kblg. 
Distanz passirt hat, wird man die Boje noch nicht ausmachen können. Man 
halte daher, bis letztere in Sicht kommt, auf den Westabhang von Morro Cupino, 
mit dem Kurs SSO, welcher genügend frei von Culebra Bank führt. Die Bake 
auf Verde-Insel ist vorhanden, aber schlecht zu erkennen, besonders in den 
Peilungen, wo Bäume der Insel dahinterstehen. Sie peilt vom Leuchtthurm 
N 39° W, vom Zollhaus N 67° W. 
_ Zum Ansteuern von Sabanilla eignen sich folgende Punkte vorzüglich: 
1) Die bei der Eisenbahnstation und neben dem neuen Zollhaus an den Hügeln 
hinauf erbauten Häuser des Dorfes Salgar, 2) das schlossartig erbaute, Jetzt 
(eerstehende frühere Zollhaus: 3) die tafelförmige höchste Spitze von M. Cupino. 
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