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Full text: Jahresbericht 1960

- Seite 25- - 
Das D.H.i. im Jahre I960 
Im Zuge der im Vorjahr aufgenommenen laboruntersuchungen über Störungen 
der Bildzentrierung durch äußere Magnetfelder wurde mit Peldstärkemessungen 
an Radaraufstellungsplätzen an Bord begönnen. 
Wegen sich häufender Klagen über zu geringe Leistung der deutschen Punk- 
beschiokungssender sowie über Störungen bei der Funkbesehiekung durch fre 
quenzgleiche Sender wurden auf mehreren Versuchsfahrten des VPS "Gauß" die 
deutschen Punkbeschickungssender der Bord- und Ostsee sowie niederländische, 
englische und französische z.T, gemeinsam mit dem Seezeichenversuehsfeld 
bezüglich ihrer Feldstärke am Beschickungsort nachgeprüft. Es ergab sich 
die Hotwendigkeit, mehrere deutsche Punkbeschickungssender in ihrer Leistung 
zu erhöhen bezw. ihre Prequenz umzustellen. 
Die Versuche zur Schaffung einer kombinierten Punkboje, die einen Radar 
reflektor in Sp'ierenform enthält, der gleichzeitig als Antenne eines Seenot 
senders im Grenzwellenbereich dient, wurden im Seegebiet um Helgoland mit 
Erfolg fortgesetzt. Es wurden gegen diese Sender Peilreichweiten von etwa 
40-50 sm erzielt. 
Das hier entwickelte Verfahren, mittels eines Kraftfahrzeugs auf der Auto 
bahn den Einfluß langanhaltender Beschleunigungen auf die Anzeige von Kreisel 
kompassen zu untersuchen, ist weiter ausgebaut worden. Es hat sich als wert 
volle und notwendige Ergänzung der bisherigen Untersuchungen im Prüffeld und 
auf See erwiesen und wird ein fester Bestandteil der künftigen Baumusterprü 
fungen sein. 
Gemeinsam mit den Herstellerfirmen wurden Schritte unternommen, die Anzei 
gegenauigkeit der Echolotanlagen auf "Gauß" durch Kontroll- und Regeleinrich 
tungen weiter zu steigern und den verschieden gearteten Bedürfnissen bei wis 
senschaftlichen Untersuchungen noch besser anzupassen. 
Der Bestand der Bibliothek beläuft sich bei teilweise erfolg 
ter Ergänzung der Kriegsverluste - auf etwa 70 000 Bände, die Zahl der Perio 
dika beträgt etwa 1 500 Titel. In der Bibliothek, die sich in gemeinsamen Be 
sitz des Deutschen Hydrographischen Instituts und des Seewetteramts befindet, 
werden u.a. durchgeführt: 
1. die Aufstellung eines modernen Schlagwortregisters 
2. eine vollständige Dokumentation für die Bord- und 
die Ostsee. 
Das Archiv umfaßt z.Zt. etwa 150 000 deutsche und ausländische See 
karten; bei einem jährlichen Zugang von 4000 - $000 Stück, 
Der Tausch erreicht z.Zt, etwa 600 - 700 in- und ausländische Tauschpartner 
(1949: 200) und umfaßt sowohl nautische wie auch wissenschaftliche Druckschrif 
ten und Karten, Die Deutsche Hydrographische Zeit-
	        
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