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Bas D.H.I, im Jahre I960
Ozeanographische Arbeiten wurden im Rahmen des internationalen
Overflow-Programms zwischen Island und den'Färöern unter Beteiligung
von 9 Schiffen verschiedener Rationen sowie im Skagerrak zur
Untersuchung der Sprungschicht vorgenommen. Ein neuer Tiefenstrommesser,
der eine Verwendung bis 500 m Heerestiefe gestattet, kam hierbei erstmalig
zum Einsatz. Weitere Strommessungen wurden im Rahmen eines langfristigen
Programms in der Nordsee durchgeführt. In Zusammenarbeit mit dem
Wasser- und Schiffahrtsamt Tönning wurden Hochseepegel zur Messung der Gezeiten
zwischen Helgoland und der Eidermtindung ausgelegt,
Bas Seegravimeter konnte dank dem Entgegenkommen des National Institute
of Oeeamogräphy in Wormley, England, an Bord der "Discovery II" erprobt
werden. Ein neues Kernmagnetometer kam erstmalig zum Einsatz im. Rahmen
geophysikalischer Untersuchungen des Nordseeschelfs in Zusammenarbeit mit
der Bundesanstalt für Bodenforschung.
Die Aufarbeitung und Auswertung von Beobachtungen ozeanographischer und
geophysikalischer Natur bezog sich im wesentlichen auf die während des Geophysikalischen
Jahres gewonnenen Daten, auf die Terminbeobachtungen bei Helgoland,
die Feuerschiffsbeobachtungen und die Frage der Entstehung, Tiefenlage
und Intensität der sommerlichen Temperatursprungsehicht in der Nordsee.
Ein wesentlicher Teil der angefallenen Salzgehaltsproben konnte mit Hilfe
des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft zur Verfügung gestellten Salinometers
aufgearbeitet werden. Sedlttentpetrographische Untersuchungen in
Zusammenarbeit mit dem Wasser- und Schiffahrtsamt Tönning sowie der Biologischen
Anstalt Helgoland werden zur Fertigstellung großmaßstäblicher Bodenkarten
für den Ostteil der Deutschen Bucht führen. Hydrographisches, ozeanographisches
sowie geophysikalisches Material wurde in gewohnter Weise für
die Neubearbeitung von Seehandbüchern und Seekarten zur Verfügung gestellt.
Der Eisdienst des Deutschen Hydrographischen Instituts brachte wie in
den Vorjahren gedruckte Eisberichte und Übersichtskarten für die Schiffahrt,
jedoch nur unter Einbeziehung der grönländischen und neufundländischen Gewässer,
heraus. Erste Versuche, ein Eiskartenfaksimile gemeinsam mit den Wetterkarten
mittels Bildfunk zu übertragen, wurden amgestellt.
Im provisorischen Laboratorium zur Überwachung des Meerwassers auf' radioaktive’
Beimengungen in Hamburg-Alsterdorf wurden erste Messungen zur Überwachung
des Weser-Fahrwassers anläßlich des Besuches des U-Bootes "Triton"
in Bremerhaven durchgeführt. Bin Neubau für dieses Laboratorium,das gemeinsam
mit anderen Bundesanstalten in Sülldorf bei Hamburg betrieben werden soll,
wird zur Zeit geplant.
Die Gezeitentafeln erschienen auch für das Jahr 1961’wieder
in zwei Bänden, Band I: Europäische Gewässer, Band II: Atlantischer und Indischer
Ozean, Der Aufbau stimmt mit dem des vorigen Jahrgangs überein. Einen