Hautische Technik
Seite 63
Vertikal- und Horizontallotanlagen entsprechend den seither gewonnenen Erfahrungen
und Erkenntnissen vorbereitet und festgelegt.
Die sowohl im Interesse der Schiffssicherheit als auch der geplanten
ozeanographischen Eorschungsarbeiten notwendige Horizontallotanlage wird
eine Schwingerbasis erhalten, die nicht nur um die Vertikalachse drehbar,
sondern auch im die Horizontalchse kippbar ist. Eür beide Achsen ist eine
Kreiselstabilisierung vorgesehen. Die Anzeige erfolgt durch Sichtrohr und
Schreibgerät.
Bei der Vertikallotanlage wurde im Interesse einer möglichst eindeutig
klaren und genauen Registrierung der Meerestiefen zumal an den Abhängen der
Schelfränder wie auch im Interesse der teilweise divergierenden Erfordernisse
bei den mannigfaltigen Aufgaben der Meereskunde eine Reihe von Neuerungen
vorgesehen:
1. Ein kardanisch gelagerter Sende/Empfangsschwinger mit extrem scharfer
Bündelung, der durch eine zweiachsige Kreiselstabilisierung horizontal gehalten
wird.
2. Eine Präzisionsschreibeinrichtung, bei der über quarzgesteuerte Digitalgeräte
mehrere lupenschreiber den verschiedenen Erfordernissen entsprechend
gestartet werden; der Antrieb der Schreiber erfolgt durch Synchronmotoren,
die gemeinsam aus einem Quarzgenerator betrieben werden. Die Schreibeinrichtung
besteht aus
a) einem Mutterschreiber zur Aufzeichnung des tibersichtsbereich.es und zur
Tastung der Schallimpülse. Er besitzt die Meßbereiche 0-1000, 0-2000, 0-4000
und 0-8000 m.
b) Einem Tochterschreiber zur großmaßstäblichen Aufzeichnung von Streuschichten
(scatterin layer) mit den wählbaren Dupenbereichen 100, 200, 400
und 1200 m.
c) Zwei Tochterschreibern zur großmaßstäblichen Aufzeichnung des Bodenechos;
die lupenbereiche sind die gleichen wie bei dem unter b) genannten,
Schreiber. Sie können innerhalb der am Mutterschreiber eingestellten Meßbereiche
gewählt werden. Bei der gegebenen Registrierstreifenbreite entspricht
z.B. im Dupenbereich 100 m ein Schreibweg Von 1.4 mm Dange einem
Tiefenintervall von 1 m.
3. Weitere Digitalgeräte zur Kontrolle des Synchronlaufs der Schreiberantriebsmotoren;
sie machen außerdem die Meßbereichsumschaltung kenntlich
und erleichtern gleichzeitig die Auswertung der Registrierungen durch ein-