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Volltext : Jahresbericht 1961

Hautische  Technik

Seite  63

Vertikal-  und  Horizontallotanlagen  entsprechend  den  seither  gewonnenen  Erfahrungen ­
  und  Erkenntnissen  vorbereitet  und  festgelegt.
Die  sowohl  im  Interesse  der  Schiffssicherheit  als  auch  der  geplanten
ozeanographischen  Eorschungsarbeiten  notwendige  Horizontallotanlage  wird
eine  Schwingerbasis  erhalten,  die  nicht  nur  um  die  Vertikalachse  drehbar,
sondern  auch  im  die  Horizontalchse  kippbar  ist.  Eür  beide  Achsen  ist  eine
Kreiselstabilisierung  vorgesehen.  Die  Anzeige  erfolgt  durch  Sichtrohr  und
Schreibgerät.
Bei  der  Vertikallotanlage  wurde  im  Interesse  einer  möglichst  eindeutig
klaren  und  genauen  Registrierung  der  Meerestiefen  zumal  an  den  Abhängen  der
Schelfränder  wie  auch  im  Interesse  der  teilweise  divergierenden  Erfordernisse ­
  bei  den  mannigfaltigen  Aufgaben  der  Meereskunde  eine  Reihe  von  Neuerungen ­
  vorgesehen:
1.  Ein  kardanisch  gelagerter  Sende/Empfangsschwinger  mit  extrem  scharfer
Bündelung,  der  durch  eine  zweiachsige  Kreiselstabilisierung  horizontal  gehalten ­
  wird.
2.  Eine  Präzisionsschreibeinrichtung,  bei  der  über  quarzgesteuerte  Digitalgeräte ­
  mehrere  lupenschreiber  den  verschiedenen  Erfordernissen  entsprechend ­
  gestartet  werden;  der  Antrieb  der  Schreiber  erfolgt  durch  Synchronmotoren, ­
  die  gemeinsam  aus  einem  Quarzgenerator  betrieben  werden.  Die  Schreibeinrichtung ­
  besteht  aus
a)  einem  Mutterschreiber  zur  Aufzeichnung  des  tibersichtsbereich.es  und  zur
Tastung  der  Schallimpülse.  Er  besitzt  die  Meßbereiche  0-1000,  0-2000,  0-4000
und  0-8000  m.
b)  Einem  Tochterschreiber  zur  großmaßstäblichen  Aufzeichnung  von  Streuschichten ­
  (scatterin  layer)  mit  den  wählbaren  Dupenbereichen  100,  200,  400
und  1200  m.
c)  Zwei  Tochterschreibern  zur  großmaßstäblichen  Aufzeichnung  des  Bodenechos; ­
  die  lupenbereiche  sind  die  gleichen  wie  bei  dem  unter  b)  genannten,
Schreiber.  Sie  können  innerhalb  der  am  Mutterschreiber  eingestellten  Meßbereiche ­
  gewählt  werden.  Bei  der  gegebenen  Registrierstreifenbreite  entspricht ­
  z.B.  im  Dupenbereich  100  m  ein  Schreibweg  Von  1.4  mm  Dange  einem
Tiefenintervall  von  1  m.
3.  Weitere  Digitalgeräte  zur  Kontrolle  des  Synchronlaufs  der  Schreiberantriebsmotoren; ­
  sie  machen  außerdem  die  Meßbereichsumschaltung  kenntlich
und  erleichtern  gleichzeitig  die  Auswertung  der  Registrierungen  durch  ein-
            
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