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Full text: Jahresbericht 1961

- Seite 60 - 
Jahresbericht Nr. 16/1961 
sowie an dem Antennenantriebsäggregat Type 632 CI für Decca-Badaranlagen, 
ferner an den Zöllner-Iiuftschallsignalgeräte'n Makrophon M 200 und Zet-Horn 
110 und an-einem Deckschalter für Schiffswendegetriebe Daimler-Benz Typ 201. 
In der Festsetzung der magnetischen Schutzabstände ist mit Zustimmung der 
S.B.G. im Juli dieses Jahres insofern eine Änderung getroffen worden, als 
- unter Anlehnung an die englsiche Handhabung - beim Steuerkompaß nunmehr ein 
höherer Toleranzwert der Eompaßbeeinflussung zugelassen wird als beim Peil- 
kojnpaß; die daraus sich ergebende Verringerung der erforderlichen Schutzab 
stände erleichtert den Einbau der Geräte. Außerdem wurden für die Schiffe 
in kleineren Fahrtbereichen einschließlich der Nord- und Ostseefahrt durch 
Einführung verminderter Schutzabstände weitere Einbauerleichterungen, geschaf 
fen. Für die bis zu diesem Zeitpunkt vom Deutschen Hydrographischen Institut 
auf ihren Schutzabstand untersuchten Geräte konnten die neuen Abstände aus 
den vorhandenen Meßunterlagen ermittelt und den Herstellerfirmen sowie der 
S.B.G, mitgeteilt werden. 
Zur Durchführung von Vergleichsversuchen zwischen dem beim Deutschen Hy 
drographischen Institut angewendeten Verfahren der Schutzabstandsbestimmung 
bei herabgesetzter Feldstärke und dem englischen Verfahren, das normale Feld 
stärke, jedoch eine künstliche Aufmagnetisierung des Prüflings anwendet, wur 
de ein quadratisches Helmholtzfeld für Gleich- und Neehselfelder bis 18 Oe 
entworfen und gebaut. Es besitzt einen auf homogenen, annähernd würfelför 
migen Feldbereich von 50 cm Kantenlänge; es soll auch für die Untersuchung 
der Fremdfeldempfindlichkeit von Eadar-Sichtgeräten benutzt werden. 
Im Interesse sowohl der Schiffahrt wie auch der Kompaßhersteller wurde 
mit der Ausarbeitung international anzuwendender Prüfungs- und Attestierungs 
vorschriften für Magnetkompasse, Kompaßhäuser und -Zubehör begonnen, für die 
nach einer ISO-Entschließung Deutschlands zusammen mit den Niederlanden fe 
derführend ist. Für eine solche internationale Vereinheitlichung der Vor 
schriften mit dem Ziel der gegenseitigen Anerkennung der Prüfbeseheinigun- 
gen haben sich außer den genannten Länder bisher Dänemark, Frankreich, Groß 
britannien, Italien und Schweden ausgesprochen. In einer ersten Besprechung 
mit Vertretern der dänischen, niederländischen Und schwedischen staatlichen 
Prüfstelle konnte der notwendige Umfang der Baumuster- und Einzelprüfungen 
Umrissen und abgestimmt werden. 
Die experimentellen Untersuchungen über den Einfluß von Beschleunigungen 
auf die Anzeigegenauigkeit von Kreiselkompassen, haben einen näheren Einblick 
in die Ursachen der auftretenden Fehler vermittelt. Periodische Beschleunigun 
gen wirken nur indirekt auf das Kreiselsystem ein, indem sie eine unsymme 
trische oder anisoelastische Schwerpunktversohiebung bewirken. Auch können
	        
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