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Full text: Jahresbericht 1961

- Seite 52 - 
Jahresbericht Ir. 16/1961 
Die Untersuchungen über die Möglichkeit der Navigation mit Hilfe künst 
licher Satelliten weiteten sich aus; der Seferent besuchte gelegentlich ei 
ner Reise nach den Vereinigten Staaten mehrere Wissenschaftliche Institute, 
die sich mit Satellitenbeobachtungen beschäftigen, zwei Industriefirmen, 
die Beobachtungsgeräte bauen, und einzelne Persönlichkeiten, die auf dem Ge 
biet führend mitarbeiten. Dank der gewonnenen Informationen und in Zusammen 
arbeit mit deutschen Fachleuten aus Industrie und Wissenschaft konnte ein 
Gutachten-über den derzeitigen Stand der Präge abgeschlossen werden; der 
Ausschuß für Pünkortung wird dieses veröffentlichen. - Gemeinsam mit Dr. 
Rath vom Battelle-Institut konnte der Referent an einer Diskussion des In 
stitute of lavigation in London über das Thema teilnehmen. 
Die Arbeiten für das Navigationslexikon konnten im Berichtsjahr sehr ge 
fördert werden. Auch diese Aufgabe ist eine Gemeinschaftarbeit, für die der 
Ausschuß für Funkortung und die lachrichtentechnische Gesellschaft einen Ar 
beitskreis zusammgebeten haben, an dem Bundeswehr, D.H.I., Bundesanstalt für 
Flugsicherung und Lufthansa beteiligt sind. Eine Reihe erarbeiteter Begriffs 
bestimmungen wurden im laufe des Berichtsjahres einem größeren Kreis von 
Gutachtern vorgelegt. Der öffentlichen Kritik werden diejenigen Ausdrücke des 
Radargebietes unterliegen, die zur Normung durch den Pachnormenausschuß Elek 
trotechnik vorgeschlagen werden. 
Gleichfalls in Zusammenarbeit mit dem Ausschuß für Funkortung und mehreren 
wissenschaftlichen Instituten sowie Reedereiärzten wurden psychologische, 
physiologische und medizinische Probleme bearbeitet, die sich aus den Anfor 
derungen an den Sadarbeobachter ergeben. 
■ Ein erster Teil der laufend eingehenden Fragebogen "Radarreichweite und 
Wetter" wurde nach Abschluß der Auswertung für Angaben in den Seehandbüchern 
an das Seewetteramt abgegeben, damit klimatisch bedingte Unterschiede der 
Radarbilder dort auf die einzelnen meteorologischen Faktoren hin geprüft 
werden. 
Die vielfältigen Vorschläge für Auswertung und Verarbeitung von Radar- 
bildem für den Kollisionsschutz wurden durchgearbeitet, um sie im kommenden 
Jahr mit einem Kreis von Fachleuten zu besprechen und zu entscheiden, ob und 
was davon der deutschen Schiffahrt zum Gebrauch zu empfehlen. 
Diese Arbeiten werden wie bisher im "Seewärt" ihren Niederschlag finden, 
der erfreulicherweise immer mehr Interesse bei den fahrenden Nautikern fin 
det.
	        
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