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Gezeiten, Nautische Astronomie, Zeitdienst, Rechenanlage
Das vierte Internationale Symposium über Erdgezeiten in Brüssel (IUGG)
und ein Colloque sur l'emploi du calcul automatique pour le traitement des
problèmes relatifs aux marées (IUGG, AIOP, Committee on îides) boten dem
Referenten Gelegenheit, die Verfahren eingehend zu erläutern, die das D.H.I.
in den letzten zehn Jahren zur Analyse und Vorausberechnung eingeführt hat.
Die Diskussionen ergaben eine Klärung und weitgehend einer Annäherung der
Standpunkte.
c) Windstau- und Sturmflutwamdienst. Wie bisher wurde der Dienst unter
wetterkundlicher Beratung durch den Deutschen Wetterdienst, Seewetteramt
Hamburg, und mit personeller Unterstützung seitens der Abteilung IV durchgeführt.
Die Vorhersage der Hochwasserstände an der deutschen Nordseeküste hat
der Nord- bzw. Westdeutsche Rundfunk auf Mittelwelle im Anschluß an die
Nachrichtensendungen um 09.00 und 22.00 Uhr regelmäßig verbreitet.
Im Berichtsjahr wurden über den Rundfunk 22 "Sturmflutwarnungen" bzw.
"Warnungen an die Schiffahrt" ausgegeben. Ein fester Empfängerkreis, dem
nunmehr 214 Behörden und Firmen angehören, hat durch Posttelegramme (im Hamburger
Raum fernmündlich) 1287 Warnungen vor Sturmfluten bzw. niedrigen
Wasserständen erhalten. An amtliche und private Stellen waren fast täglich
telefonische Auskünfte besonderer Art über Hoch- und Niedrigwasser im gesamten
deutschen Nordseeküstenbereich zu erteilen, ferner einzelne Wasserstandsvorhersagen
für die Ostsee-Küste Schleswig-Holsteins. Der Auskunftsdienst
für den Hamburger Raum wird bei Sturmfluten wesentlich entlastet durch
den Fernsprechsonderdienst der Bundespost, Rufnummer Hamburg 4163.
Für die Schleswig-Holsteinische Ostseeküste wurden eine Sturmflutwarnung
über den Rundfunk und 29 telegraphische Warnungen ausgegeben. Mit den Warndiensten
der Niederlande und Englands wurden weiterhin Vorhersagen und Beobachtungen
ausgetauscht.
2. Nautische Astronomie und Navigationsmethode
Der Jahrgang 1962 des Nautischen Jahrbuches erschien im Mai 1961. Die
Druckvorlage des Nautischen Jahrbuches 1963 wurde bis zum Jahresende fertiggestellt.
Für verschiedenen, vor allem gerichtliche Zwecke, angeforderte Angaben
über Stellungen von Gestirnen und Zeiten von Auf- und Untergängen von
Sonne und Mond wurden an Interessenten gegeben, u.a. besonders an das Seewetteramt,
für den Fischerei-Almanaeh, für den Gezeitenkalender und für Verlage
und Zeitungen. Der Sachbearbeiter Nautisches Jahrbuch unterstützte wie
im Vorjahr die Zeitdienstbeobachtungen des Referates VC.