Meereskunde, Erdmagnetismus und Seegravimetrie
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damit die Ergebnisse auf den fünf Profilen miteinander in Beziehung gesetzt
werden können.
f) Gravimetrie auf See, Seit einigen Jahren ist es möglich, Schwere-Mes
sungen auf fahrendem Schiff durchzuführen. Das Institut verfügt über ein von
Prof. Graf in München entwickeltes Seegravimeter der Askania-Werke, Berlin,
das auf einer kreiselgesteuerten Stabilisierungseinrichtung der Firma An
schütz, Kiel, nahe dem Drehpunkt des Schiffes aufgestellt wird. Die Schwere
wird laufend registriert. Die Meßwerte müssen wegen der Zentrifugalbeschleu
nigung infolge der Bewegungen des Schiffes über Grund korrigiert werden. Die
Störeffekte, die durch Kurs- und Geschwindigkeitsänderungen des Schiffes her
vorgerufen werden, erreichen einige Milligal, so daß die im Mittel erzielte
Meßgenauigkeit von etwa - 1 bis 4 mgal nicht allein vom Meßgerät, sondern
im wesentlichen von der Genauigkeit der Schiffsortbestimmungen abhängig ist.
Das Seegravimeter wurde im Jahre 1961 auf vier Nordseereisen mit dem
VFS "Gauß" und auf einer Forschungsfahrt im'Mittelmeer und Roten Meer mit
dem italienischen Schiff "Aragonese" eingesetzt. Die Nordseefahrten erfolg
ten im Rahmen eines mehrjährigen Forschungsprogramms, das in Zusammenarbeit
des D.H.I. mit der Bundesanstalt für Bodenforschung durchgeführt wird (vgl.
TorJahresbericht Nr. 15/1960). Die gemeinsame Tätigkeit der beiden Institu
te ermöglichte auch die deutsche Beteiligung an der weiteren Erprobung mit
zwei Gravimetern auf der "Aragonese" in deutsch-italienischer Zusammenar
beit. Die Mittel dafür stellte die Deutsche Forschungsgemeinschaft zur Ver
fügung.