Meereskunde, Erdmagnetismus und Seegravimetrie
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Bodenproben aus Marmara-Meer, Bosporus und südlichem Schwarzen Meer wurden
sedimentpetrographisch untersucht und der Gehalt von Poraminiferen qualitativ
und quantitativ festgestellt.
Bür die Biologische Anstalt Helgoland wurden Spe zialuntersuohtmgen an Sedimenten
durchgeführt.
6, Meereis
Der Winter 1960/61 erreichte an den deutschen Küsten der Nordsee und Ostsee
sowohl nach der Eisbedeckung als auch der Anzahl der Tage mit Eis gerade
noch das Minde'stausmaß eines, mäßigen Eiswinters (Vgl. Abb. 3). Aber ebenso
wichtig wie das lisvorkommen in den heimischen Gewässern sind für die Schifffahrt
die Eisverhältnisse im gesamten Nord- und Ostseeraum. Deshalb wurde
mit der Ausgabe der gedruckten Eisberichte und Eisübersichtskarten begonnen,
als in der nördlichen Bottenwiek die lislage praktische Bedeutung erlangte.
Der Austausch der Eismeldungen mit den Eisdienststellen aller Nordsee- und
Ostseestaaten-vollzog sich störungsfrei. Es war deshalb jederzeit möglich,
eine umfassende Darstellung der Eis- und Schiffahrtsyerhältnisse zu geben.
In der Zeit vom 9. November I960 bis 23. Mai 1961 wurden 133 schriftliche
Bisberichte und 49 Eisübersichtskarten veröffentlicht (1959/60: 127 Bisberichte
und 39 Eisübersichtskarten). Außerdem wurden 381 telephonische Eisauskünfte
und 10 schriftliche Gutachten abgegeben (1959/60: 427 Eisauskünfte
und 4 Gutachten).
Wie ln den Jahren vorher-lagen auch im Winter 1960/61 bei der Außenstelle
Kiel des D.H.I. zusammenfassende Berichte über die Eisverhältnisse in
den skandinavischen Gewässern bereit, jedem, den Nord-Ostsee-Kanal passierenden
und nach einem skandinavischen Hafen bestimmten Schiff wurde dieser
besondere Bericht ausgehändigt.
Auch im letzten Winter stellte der Deutsche Wetterdienst das meteorologische
Pernschreibnetz für den Austausch der täglichen Eisberichte zur Verfügung»
Ihm sei an dieser Stelle besonders gedankt, denn ohne diese Unterstützung
wäre es nicht möglich gewesen, die Eisberichte vollständig und
pünktlich herauszugeben. Dem Deutschen Wetterdienst ist es auch zu danken,
daß, durch die Punkaufnahme der amerikanischen und grönländischen Bismeldungen,
Auskünfte über die Bisverhältnisse in den Gewässern um Neufundland
und Grönland gegeben werden konnten.
Im Verein mit dem Seewetteramt Hamburg wurden die Versuche für die Bildfunk!
bertragung von Eiskarten fortgesetzt.