Meereskunde, Erdmagnetismus und Seegravimetrie
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Die Beobachtungen der Feuerschiffe des Jahres i960 wurden als Heft Nr.16
in der Reihe "Meereskundliche Beobachtungen und Ergebnisse" veröffentlicht.
Weiter wurden die hydrographischen. Beobachtungen von zwei "Anton-Dohrn"-Fahr-
ten I960 in die Nordsee mit Hilfe von D.W.I.-Mitteln aufbereitet, auf Loch
karten übernommen und für das "Bulletin Hydrographique" druckfertig gemacht.
Im Rahmen des langfristigen Programms für Strommessungen in der Nordsee
wurden mit VFS "Gauß" in der westlichen Nordsee zwischen 55° und 56° N und
bei Helgoland 13 Schaufelradstrommesser ausgelegt, die Strombeobachtungen
ton insgesamt 3691 Stunden ergaben. 6 der ausgelegten Stommesser registrier
ten länger als 14 Tage. Registrierungen wurden außerdem gewonnen von 2 Hoch
seepegeln - im Gebiet der Eidermündung und der Doggerbank - und 2 Thermo-,
pegeln (Doggerbank), die über eine Gesamtdauer von 52 Tagen den Temperatur
verlauf am Boden und die Gezeiten aufzeichneten. Alle Strombeobachtungen des
Jahres 1961 wurden abgelesen. Die Ablesungen der Beobachtungen aus dem Jahre
I960 wurden ausgewertet, die Strombeobachtungen wurden für die Neuauflage
des Gezeitenstromatlas zur Verfügung gestellt und zur Veröffentlichung in
einem weiteren Heft "Meereskundliche Beobachtungen und Ergebnisse" vorgese
hen. Als Heft Nr. 15 dieser Reihe erschienen die "Strombeobachtungen in der
Deutschen Bucht in den Jahren 1956 - 1958". Vgl. Abb. 2.
Die Untersuchungen über Entstehung, Tiefenlage und Intensität der Tempe
ratur- und Salzgehaltssprungschicht im Gebiet der Nordsee würden fortgesetzt.
Die Ergebnisse der Arbeiten Über das Verhalten der Sprungschicht beim FS
"S 2" in den Jahren 1948-1953 wurden zur Veröffentlichung zusammengestellt,
über weitere Ergebnisse wurde auf der Jahrestagung des ICBS in Kopenhagen im
Oktober 1961 berichtet.
Für den geplanten Internationalen Atlas "Qberflächehtejaiperatur und -Salz
gehalt der westeuropäischen Gewässer" wurden für etwa 350 4°, 1°- oder 1/2°-
Felder Monats- und Jahresmittelwerte aus etwa 500 000 Beobachtungen gerech
net und Vorbereitungen für die Drucklegung geleistet.
Im Zusammenhang mit Untersuchungen über die Ölverschmutzung der deutschen
Küste wurden Triftbeobachtungen in der Nordsee mit Hilfe von Treibkörpern
begonnen, die in Form von Postkarten die Windtrift einer dünnen Oberflächen
schicht im Meere feststellen sollen. In der mittleren und nördlichen Nord
see wurden etwa 4 000 solcher Karten ausgesetzt, von denen bisher 20-30$ von
Findern aus England, Norwegen, Schweden, Dänemark und Deutschland zurückge
schickt wurden. Mit der Auswertung der Ergebnisse wurde begönnen.
Das in der Werkstatt des D.H.I. nach dem Meßprinzip eines Pegels gebaute
Wellenmeßgerät, der "Wellenpegel", der zum Pröbebetrieb im November I960