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Meereskunde, Erdmagnetismus und Seegravimetrie
1?. MEERESKUNDEERDMAGNETISMUS UND SBEGRAVIKETRIE
1. Allgemeines
Mit YFS "Gauß" wurden im Oktober des Berichtsjahres hydrographische Untersuchungen
in der Umgebung des ES "Flensburg" durchgeführt. Zweck dieser
Untersuchungen war, festzustellen, auf welche Weise die seit 1936 vom Feuerschiff
durchgeführten hydrographischen Beobachtungen nach Ersatz dieses
Schiffes durch einen Beuelrfcturm am zweckmäßigsten fortgesetzt werden können.
Im November wurde mit YFS "Gauß" ein Großversuch über Turbulenz- und Yermischungsvorgänge
nordwestlich von Helgoland mit etwa 1/2 to Farbstoff durchgeführt.
Dieser Yersuch diente der Klärung der Frage, auf welche Weise sich
Beimengungen aller Art, z.B. auch radioaktive Beimengungen, im Meex.e ausbreiten
und vermischen. Der Yersuch hat gezeigt, daß sich diese Methode für
Untersuchungen von horizontalen und vertikalen Yermischungsvorgängen gut
eignet.
Größere Forsehungsfahrten wurden infolge der anhaltenden Unterbesetzung
von Personal und aus Mangel an Mitteln nicht durchgeführt. Der Schwerpunkt
lag im Berichtsjahr auf der Durchführung von Routinebeobachtungen, der Auswertung
von Meßergebnissen und der Weiterentwicklung von Meßgeräten.
In der südlichen Nordsee wurden die Schaufelradstrommessungen nach einem
langfristigen Plan auf 13 Stationen fortgesetzt.
Das Erdmagnetische Observatorium Wingst führte die Zusammenarbeit mit
mehreren europäischen Stationen fort, um das Niveau für die Absolutmessungen
zu sichern. Der internationale Dienst im Rahmen der URSI und der IAGA
wurde weitergeführt.
Mit' Unterstützung der Deutschen Forschungsgemeinschaft konnten erdmagnetische
Spezialuntersuchungen im nordwestdeutschen Raum forgesetzt werden.
Die Untersuchungen über den tieferen Untergrund der Nordsee mit Hilfe von
magnetischen, gravimetrischen und seismischen Messungen wurden zusammen mit
der Bundesanstalt für Bodenforschung weitergeftihrt.
Die Peuerschiffsbeobaohtungen konnten ebenso wie die Oberf1äehenmessungen
auf der Route Hamburg - Hüll dank der Mitarbeit von Sohiffsoffizieren
und Besatzungen fortgesetzt werden.
Für das Seehandbuch "Ostsee I" (Bottn. Meerbusen) und das Dampferhandbuch
"Indischer Ozean" wurden Beiträge über Oberflächenströmungen, Wasserstände,
Temperatur, Salzgehalt, Bodenbesohaffenheit, Eisverhältnisse und