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Jahresbericht Nr. 16/1961
das Jahr 1962 verschoben. Die läge der durchgeführten Vermessungsaufgaben
ist aus der Abb, 1 zu ersehen.
Im westlichen Teil des Gebietes der Vermessungsaufgaben, "äußerer Teil
der Hever" (N 21) und "Schmaltief mit Rütergat und landtief" (N 24/25) so
wie im Vermessungsgebiet "Amrumbank" (N 32) wurden die Schiffsorte nach dem
Decca-favigator-Verfahren bestimmt. Dabei wurde zur Erzielung günstiger
Hyperbel-Schnittwinkel mit je einer Hyperbelschar der deutschen und der dä
nischen Beeca-Kette und mit zwei Decca-Navigator-Empfangsanlagen an Bord
gearbeitet. Die KontroUvermessungen im See- und Wattengebiet zwischen der
Norderelbe und dem Elbefahrwasser (zu N 14), im äußeren und mittleren Teil
der Hever (N 21 und N 22/West) und im inneren Teil der Norderaue (N 26/Ost)
ergeben stellenweise starke topographische Veränderungen gegenüber den zu
letzt vor 4 bis 6 Jahren durchgeführten Vermessungen.
Insgesamt wurden in den heimischen Gewässern 8 365 km (= ca. 4 515 sm)
lotprofile- gegenüber rd. 6 145 km im Vorjahr abgelaufen. Die Mehrleistung
ist vor allem den verhältnismäßig günstigen, Wetterverhältnissen zu Beginn
des Herbstes zu verdanken. Auf den ständigen An- und Abmarschwegen in die
jeweiligen Arbeitsgebiete einschließlich der in einem Abstand von 2 Monaten
notwendigen Bahrten zum Entmagnetisieren nach Kiel-Eriedrichsort legten die
Vermessungsfahrzeuge 10 480 km (= rd. 5 660 sm) und damit ca. ? 370 km we
niger zurück als im vergangenen Jahr. Das Verhältnis der Gesamtlänge der
An- und Abmarschwege zur Gesamtlänge der abgelaufenen lotprofile ist in die
sem Berichtsjahr wesentlich günstiger als in den beiden vorhergehenden Jah
ren. Dies ist in erster Linie darauf zurückzuführen, daß die diesjährigen
Vermessungsgebiete fast alle dichter bei den. jeweiligen Binsatzhäfen lagen
als 1959 und I960.
Außer den bereits erwähnten 2 Einsätzen für Vermessungsarbeiten in den
heimischen Gewässern führte VDS "Gauß" 13 Eorschungs- und Versuchsfahrten
in der Nord- und Ostsee und auf der Elbe durch (vgl. Tab. 1), Diese Fahr
ten, auf denen zusammen rd. 17 340 km (= rd. 9 345 sm) zurückgelegt wur
den, dienten im wesentlichen oseanographischen, geophysikalischen und funk
technischen Untersuchungen sowie Baumusterprüfungen und der Erprobung nau^
tisch-technischer Geräte.
TS "Süderoog" unternahm - neben seiner Vermessungstätigkeit 6 meistens
kürzere Bahrten in der Nord- und Ostsee und auf der Ünterelbe mit einer
Gesamtfahrstrecke von rd. 2 '650 km (= rd. 1 430 sm) für eine funktechnische
Erprobung und 5 Meßfahrten zur Ermittlung der Radioaktivität des Meerwassers
(vgl. Tab. 1 auf Seite 33).