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Nautische Veröffentlichungen und Nautische Nachrichten
B. Berichte der Abteilungen
I. NAUTISCHE VERÖFFENTLICHUNGEN UND NAUTISCHE NACHRICHTEN
1. Allgemeines
Das Aufgabengebiet der Abteilung I heißt kurz gefaßt Nautische Veröffentlichungen
und Nautische Nachrichten. Der unbefangene Leser wird nicht ohne
weiteres erkennen, um was für Veröffentlichungen und um welche Nachrichten
es sich handelt. Eingeweihte wissen jedoch, daß unter dieses Fachschrifttum
die Seehandbücher und solche Nachrichten fallen, die in enger Zusammenarbeit
mit dem Seekartenwerk der Schiffsführung Mittel in die Hand geben,
eine. Reise zu planen, anzutreten und sicher zu beenden. Seitdem man von einer
deutschen Handelsflotte spricht, zuerst in der Reichsverfassung nach
1871 und zuletzt niedergelegt im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland,
ist die Herausgabe deutscherSeehandbücher und die laufende Unterrichtung der
Seefahrt über die Veränderungen der Schiffswege auf See, an den Küsten, in
den Flüssen und Häfen eine öffentliche Aufgabe. Sie wird von allen Abteilungen
des D.H.I. getragen; vornehmlich auch von der Abt. I, die eine unmittelbare
Verbindung mit der Schiffahrt, den Kapitänen und Schiffsoffizieren als
den freiwilligen Mitarbeitern zur See pflegen muß. Hier wie dort sind die
Bearbeiter Kapitäne und nautische Schiffs- und Funkoffiziere. Das soll nicht
heißen, daß der Nautiker allein die unzählig gesammelten maritimen Beobachtungen
zu verarbeiten in der Lage ist. Hierzu gehört eine gute Zusammenarbeit
von Wissenschaftlern, Technikern und Nautikern sowie ein ständiger Austausch
international gewonnener Erkenntnisse. Die gemeinsame Arbeit findet
schließlich ihren Niederschlag in den nautischen Veröffentlichungen.
Das Berichtsjahr wies neben den weiter unten dargelegten Veröffentlichungen
des deutschen nautischen Schrifttums einen wachsenden Verkehr auf mit den
Schiffahrtskreisen, den in Betracht kommenden Dienststellen und der seemän- ■
nischen Praxis. Sehr begrüßt wurden die Besuche aktiver Kapitäne und Schiffsoffiziere
der Handelsflotte und Offiziere der Bundesmarine sowie von Lehrern
und Schülern der Seefahrtschulen. Die Gespräche brachten allen Beteiligten
einen Gewinn und trugen dazu bei, das Verständnis für die beiderseitigen Aufgaben
zu vertiefen. Der Gemeinschaftsaufgabe sehr dienlich waren die Kurse
und Führungen für Lehrer und Schüler der Seefahrtschulen. Sie zu aktivieren
soll Aufgabe der Abteilung sein. Dankbar ist festzustellen, daß das Bestreben,
mit der seefahrttreibenden Praxis in enger Fühlung zu bleiben, seinen
Niederschlag in den zunehmenden Schiffsberichten fand. Die Zahl der freiwilligen
Mitarbeiter zur See ist um 86 auf rund 1 000 angewachsen. In dieser
Zahl sind nicht die Reedereien einbegriffen, die dem D.H.I. den hydrographischen
Teil der Kapitänsberichte zur Kenntnis und Auswertung übermittelten