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Full text: Jahresbericht 1962

- Seite 97 - 
Allgemeine Abteilung 
In der darauffolgenden Zeit haben sieh die Erwartungen, die an diese Neu 
bauten gestellt wurden, voll erfüllt. 
Eie alten Wracksuchschiffe konnten verkauft werden. 
Bas im Jahresbericht Nr. 16/1961 erwähnte Forschungsschiff befindet: sich 
bei der Werft Aktien-Gesellschaft "Weser", Werk Seebeck, in Bremerhaven im Bau. 
Mit der Kiel-Legung ist im Frühjahr 1963, und mit der Fertigstellung Ende 1963 
zu rechnen. 
d) Versuchswerkstatt - Nach Erprobung der bereits im Vorjahr fertiggestell 
ten drei Seegangs-Wellenmeßgeräte wurde der Werkstattauftrag um sieben weitere 
Wellenmeßgeräte für Küstennahe und zwei Wellenmeßgeräte für Sturmflutmessungen 
im Beichvorland erweitert. Ein Teil dieser Geräte steht im wesentlichen vor der 
Fertigstellung und kann im Frühjahr 1963 aufgestellt werden. 
Zur besseren Auswertung der Registrierungen des Wellenmeßgerätes wurde eine 
mechanisch gesteuerte Bruckvorrichtung für Zeitangabe in ihm eingebaut. Es hat 
sich gezeigt, daß die diffizile Art der Mechanik des Registriergerätes sowie die 
lange Lieferzeit bei der Vergabe von Aufträgen an Privatfirmen eine Eigenanfer 
tigung in der Versuchswerkstatt rechtfertigen. 
Für die ersten Versuche mußten die Pegelrohre in der Versuchswerkstatt herge 
stellt werden. Nach Abänderung der ursprünglich spiralförmig angeordneten Bohr 
lochung in eine Schlitzlochung wurden die weiteren Pegelrohre von einer Spezial 
firma angefertigt. In Zusammenarbeit mit den Wasser- und Schiffahrtsämtern wer 
den die Pegelrohre und Registriergeräte an bereits eingespülte Pfähle oder Pegel- 
stationen montiert und betreut. 
Für die Aktion "Küstenschutz" sollen weitere 10 Wellenmeßgeräte hergestellt 
werden. Schwierigkeiten bestehen für dieses Projekt vorwiegend in der Bereitstel 
lung geeigneter Arbeitskräfte. 
Als Ersatz für die unbrauchbar gewordene "Lukas-Winde" für geologische Zwecke 
auf VFS "Gauß" wurde in der Werkstatt eine neue Winde konstruiert und hergestellt. 
Bie Winde wurde in wasserdichter Schweißkonstruktion ausgeführt mit automatischer 
Aufspulvorrichtung für 2 500 m Stahlseil bei 6 mm Seildurchmesser. Für Meßwert 
übertragungen sind Schleifringe aus Hartsilber eingebaut. 
Bei einer Antriebsleistung von 7 kW wird über ein stufenlos regelbares Ge 
triebe eine maximale Hievgeschwindigkeit von 1 m/sec bei einer Last von 500 kg 
erreicht.
	        
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