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Full text: Jahresbericht 1962

Nautische Technik 
Hauptrückstrahler wirkt, möglichst weit aus dem Störfeld des Schiffes hinaus- 
gehohen wird. Ein Spezialaufhau bei symmetrischer Anordnung des Kreuzrahmens 
auf dem Mast erfolgte auf VFS "Gauß". Nie Erprobung erbrachte Peilmöglichkeit 
im ganzen Grenzwellenbereich bei Restfunkbeschickungswerten von etwa 6° und 
Trübung von etwa 10$. Nie Ergebnisse dieser Gemeinschaftsarbeit wurden zu ei 
nem Bericht "Funkpeilung auf Schiffen im 2 MHz-Band" verarbeitet und als 2. 
Beitrag der Bundesrepublik zur CCIR 11 ^-Frage Nr. 206 der XIII. Studienkommis 
sion eingereicht. 
e) Radarreflektoren - Reichweitenerprobungen von Radarreflektoren vor Hel 
goland und auf See konnten im abgelaufenen Jahr nur in beschränktem Umfange 
vorgenommen werden. Nie Arbeit lag vorwiegend bei Modellversuchen und Materi 
alprüfungen, besonders bei Nurchlässigkeitsprüfungen für die Radarstrahlung. 
Es wurden Vorbereitungen getroffen, um im kommenden Jahr auf dem Versuchsgelände 
am Plöner See Vergleichsmessungen an Reflektoren verschiedener Größe, Form und 
Art durchzuführen. Außerdem sollen dann eine Auswahl der von Firmen zur Ver 
fügung gestellten und der eigenen Reflektoren im freien Seeraum erprobt werden. 
Im August 1962 wurden zusammen mit der Firma IBAK, Kiel, der See-Berufsge- 
nossenschaft und der Bundesmarine im Seegebiet der Kieler Bucht Nipol-Raketen 
der Firma Chemring erprobt. Nie Nipol-Raketen sollen durch die nach dem Ab 
schuß sich bildende, aus einer großen Zahl von Einzeldipolen bestehende Nipol- 
Wolke im Seenotfall auf dem Radarschirm der Suchschiffe ein Zielzeichen erge 
ben, nach dem z.B. ein Schlauchboot geortet werden kann. Es wurden zwei Rake 
tentypen erprobt, nämlich "Radarflare” mit Steril mit 280 000 Nipolen und"Ra- 
darsound" mit 350 000 Nipolen ohne Stern. Nie Versuche zeigten die Brauchbar 
keit des pyrotechnischen Systems der Raketen. Nie Zielzeichen der Nipolwolken 
beider Raketentypen konnten auf dem Radar-Bildschirm bis zu ihrer Auflösung - 
bei den damals herrschenden Windstärken von 5 bis 6 Beaufort nach 5 bis 16 min- 
bei Entfernungen von 7 bis 10 sm gut beobachtet werden. Es traten jedoch bei 
einzelnen Raketen Versager auf, weil die ausgestoßenen Nipolbündel sich vermut 
lich nicht zu Wolken entfalteten. Schwierigkeiten dürften sich für das Auffas 
sen des Zieles besonders in stark befahrenen Seegebieten ergeben. Nie Erprobung 
muß noch systematisch weitergeführt werden. 
f) Funkausrüstung der N.H.I,-eigenen Schiffe - Bis zum Beginn der Vermes 
sungsfahrten wurden die erforderlichen.Überholungsarbeiten an den Funk- und Or 
tungsfunkanlagen auf allen Vermessungsschiffen durchgeführt. Auf VFS "Gauß" 
wurden hierbei alle bisher verspannten Empfangsantennen und die verspannte Grenz- 
wellen-Sendeantenne durch Stabantennen, die Kreuzrahmenschleife für den Sicht 
funkpeiler durch einen Ringkreuzrahmen ersetzt. 
11) Cmt. Consulativ I, des RadioCommunications 
Seite 87 -
	        
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