Jahresbericht Nr. 17/1962
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Auf den neuen Wracksuchschiffen "Atair" und "Wega" wurden im Mai die Echo
lot- und Sonaranlagen in Betrieb genommen und erprobt. Die neuen Sonaranlagen
haben nicht nur größere Reichweiten als die der alten Wracksuchschiffe, sie
ermöglichen auch eine sicherere und genauere Erfassung der Peilobjekte.
VFS "Gauß" erhielt eine neue Vermessungslotanlage, die insbesondere bei der
Meßbereichsumschaltung genauere Tiefenwerte liefert als die bisherige; auch
konnte durch besondere Maßnahmen derGeräuschpegel des Schreibgerätes beträcht
lich herabgesetzt werden.
Für das neue Forschungsschiff wurde die Einrichtung des lotraumes zeichne
risch festgelegt; Teile der ausfahrbaren Schwingerdrehbasis der Sonaranlage
und der schiffsfest angebrachte Schwinger der Schelfrandlotanlage wurden- ge
meinsam mit Vertretern der Typungsstelle der Wasser- und Schiffahrtsdirektion,
Hamburg - im Werk der Lieferfirma abgenommen.
Auf einer "Gauß"-Fahrt wurden im Gebiet der Eckernförder Bucht und im See
gebiet westlich Helgoland Versuche ausgeführt, die Schichtungen des Meeresbo
dens mittels Echolotungen zu bestimmen. Dabei wurde mit verschiedenen Schall
frequenzen gearbeitet. Die Versuche werden fortgesetzt mit dem Ziel, die opti
mal geeignete Schallfrequenz festzustellen. Darüber hinaus ist geplant, gleich
zeitig die Schallgeschwindigkeit vor allem in Schlickschichten zu messen, um
zu einer quantitativen Messung der Schichten zu gelangen. Bei der gleichen
"Gauß"-Fahrt bot sich Gelegenheit, ein vom niedersächsischen Landesamt für Bo
denforschung entwickeltes Gerät zur Messung der Schallgeschwindigkeit im Was
ser in seinem Aufbau kennenzulernen und an seiner Erprobung teilzunehmen.
Nach Beendigung der Vermessungsperiode wurden die Echolotanlagen aller Ver
messungsfahrzeuge des Instituts überholt und überprüft.
2. Wissenschaftlich-technische Arbeiten. Baumusterprüfungen.
Forschungsaufgaben auf dem Gebiet der funktechnischen
Hilfsmittel der Navigation
a) Baumusterprüfung von Ortungsfunkanlagen - Die Baumusterprüfungen und
Typenzulassungen von Ortungsfunkanlagen wurden - in Zusammenarbeit mit dem
Fernmeldetechnischen Zentralamt der Deutschen Bundespost - weitergeführt.
Es wurden geprüft: