Jahresbericht Nr. 17/1962
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aufbereitet.
Die Aufbereitung der im Vorjahr in Zusammenarbeit mit dem Wasser- und
Schiffahrtsamt Tönning für Fragen der Sandwanderung in der Eider gewonnenen
Boden- und Sinkstoffproben wurde abgeschlossen und die Ergebnisse dem Wasser-
und Schiffahrtsamt Tönning mitgeteilt.
Zur Klärung der Sandwanderung in der Deutschen Bucht wurde eine große Anzahl
von Bodenproben sedimentpetrologisch und mineralogisch analysiert. Die metho
dischen Versuche zur direkten Sandwanderungsmessung mit Hilfe von Luminophoren
wurden fortgesetzt sowie einige neue Geräte zur Entnahme ungestörter Bodenpro
ben beschafft, bzw. in der Versuchswerkstatt gebaut.
Für die Anlage eines Elbemodells wurde eine Übersichtskarte der Bodenverhält
nisse im Vormündungsgebiet der Elbe bearbeitet und der Bundesanstalt für Wasser
bau zugeleitet.
Begonnen wurde die geologische Darstellung des Meeresbodens für die von der
Bundesanstalt für Bodenforschung in Hannover redigierten "Internationalen Quar
tärkarten von Europa". Der Entwurf für das erste Blatt wurde fertiggestellt;
die Karte wird z. Zt. gedruckt. Zwei weitere Blätter befinden sich in Arbeit.
Als Unterlage für hydrobiologische Arbeiten wurde eine Anzahl von Watt- und
Strandproben sedimentpetrologisch analysiert und die Ergebnisse der Biologi
schen Anstalt Helgoland zur Verfügung gestellt.
Fortgesetzt wurde die Untersuchung der Mikrofaunen der Watten von List/Sylt.
6. Meereis
Der Winter 1961/1962 war im deutschen Küstenbereich ein mäßiger Eiswinter.
Statistisch gesehen steht er dem Zentralwert aus den 66 vorliegenden Beobachtungs
jahren nahe, das besagt, daß fast ebenso viele Winter eisreicher wie eisärmer
waren als der vergangene Winter. Auch an den übrigen Küsten der Kord- und Ostsee
herrschten im Winter 1961/62 mittlere Eisverhältnisse. Deshalb wurde der prak
tische Eisdienst vor keine besonderen Probleme gestellt. Infolge des gut organi
sierten Austausches der Eismeldungen durch Funk und Fernschreiben zwischen den
Kord- und Ostseeanrainerstaaten konnten alle die Eisverhältnisse betreffenden
Anfragen aus Schiffahrtskreisen beantwortet werden. Dem Deutschen Wetterdienst
soll an dieser Stelle auch in diesem Jahr dafür gedankt werden, daß er das me
teorologische Fernschreibnetz für den Austausch der täglichen Eisberichte zur