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Meereskunde
18.7.62 - 15.00 Uhr Probeentnahme oa.
19.7.62 - 19.00 Uhr im Labor
- 24.00 Uhr im Labor
20.7.62 - 06.00 Uhr im Labor
- 08.00 Uhr im Labor
21.7.62 - 09.00 Uhr im Labor
2500 pC/1
85 "
55 "
40 "
35 "
(am Bordmeßgerät)
- 28/°
- 43/°
- 55/
- 70/
Die Brutto-Beta-Aktivität und der Gehalt an Cäsium-137 zeigten keine Erhöhung
gegenüber den bisher auf diesem Gebiet untersuchten Wasserproben. Außer diesem
einen Fall wurden von den Schiffsmeßanlagen keine außergewöhnlichen Schwan
kungen der Gamma-Aktivität des Seewassers registriert.
Auf Meßfahrten in den Ostseegebieten zwischen Fehmarn, Flensburg und Kiel,
sowie in der Nordsee um Helgoland, auf dem Esbjerg-Weg und im Elbmündungsge
biet wurden mit einer Unterwasser-Meßsonde Messungen der Brutto-Gamma-Aktivi-
tät des Meeresbodens in Abständen von 1 sm durchgeführt und Grund- und Wasser
proben zur näheren Untersuchung im Laboratorium entnommen.
Im einzelnen wurden in der Ostsee 250 Bodenmessungen in situ ausgeführt,
149 Grund- und 30 Wasserproben (je 70 - 100 1) entnommen und in der Nordsee
um Helgoland 967 Bodenmessungen in situ, 233 Grund- und 35 Wasserprobenj auf
dem Esbjerg-Weg 74 Bodenmessungen in situ, 21 Grund- und 14 Wasserproben; im
Elbmündungsgebiet 73 Bodenmessungen in situ, 57 Grund- und 5 Wasserproben durch
geführt bzw. entnommen.
Die Bodenproben werden auf Alpha-, Beta- 'und Gamma-Strahlung und ihren Ka
liumgehalt untersucht. In den Wasserproben wird die Gesamt-Beta- und Gamma
strahlung, sowie der Gehalt an Strontium-89, Strontium-90 und Cäsium-137 und
in einzelnen Proben der Eisen-55- und Eisen-59-Gehalt bestimmt. Die Proben wer
den z. Zt. aufgearbeitet.
Im Januar wurde anläßlich des Besuches des reaktorgetriebenen US-Kreuzers
"Long Beach" in Bremerhaven eine Überwachungsfahrt .auf der Außenweser durchge
führt. Es wurde keine Erhöhung der UmgebungsStrahlung durch den Kreuzer fest
gestellt.
5. Geologie und Morphologie des Meeresbodens
Die geologische Kartierung in der Deutschen Bucht wurde fortgesetzt; außer
dem wurden große Teile der Kieler Bucht einschließlich der Kieler Förde und
der Eckemförder Bucht geologisch aufgenommen. Ein Teil der Bodenproben wurde