Jahresbericht Nr. 17/1962
- Seite 56 -
Seekarten größten Formats gedruckt werden sollen, aufgenommen, und im Dezem
ber begann der Druck der ersten Auflagen in einer Zweifarben-Offsetpresse,
die für Seekarten bis zum Papierformat 89 x 126 cm bestimmt.ist. Eine glei
che Maschine wird im Frühjahr 1964 und eine weitere Offsetandruckpresse für
kleinere Auflagen im Frühjahr 1963 aufgestellt. Im Jahre 1963 wird ein Teil
der zur Auslieferung kommenden Seekarten also noch auf einer alten Stein
druckschnellpresse gedruckt werden, und es ist zu hoffen, daß diese über 50
Jahre alte Maschine, die schon starke, notdürftig reparierte Schäden zeigt,
so lange durchhält.
Alle angeforderten Seekarten konnten gedruckt und ausgeliefert werden,
obwohl der Betrieb durch Bauarbeiten und Maschinenmontagen erheblich behin
dert wurde. Insgesamt wurden 728. verschiedene Seekarten mit einer Gesamtauf
lage von 146 535 Stück gedruckt, (im Jahre 1961: 619 mit 124 140 Stück).
Außerdem wurden 98 verschiedene Deckblätter für Seekarten, größtenteils mehr
farbig, mit einer Gesamtauflage von 60 820 Stück gedruckt.
Aus dem In- und Ausland gingen im Berichtsjahr 2 889 Aufträge auf 140 075
Seekarten ein, das sind pro Arbeitstag durchschnittlich 10 Aufträge über
rund 500 Seekarten. Bei diesem Bedarf gilt es vor allem zu vermeiden, daß Kar
ten vergriffen sind; in diesem Sinne wirkte es sich sehr günstig aus, daß dem
Leiter des Seekartendrucks mit der Umorganisation das Seekartenlager unter
stellt wurde.
Mit der Auslieferung von 140 075 Seekarten wurde der seit 1946 höchste Jah
resabsatz erzielt. Gegenüber dem Vorjahr ist eine Steigerung um 22 863 St., d.h.
ca.19 v.H., zu verzeichnen. Starkes Interesse besteht auch an ausgemusterten
Seekarten für Schulungszwecke, die meistens von den Käufern nach Beratung im
Lager ausgesucht und gleich mitgenommen werden.
Für den Druck der Seekarten auf Offsetpressen werden leseverkehrte trans
parente Originale von allen Farben benötigt, von denen im Kontaktverfahren
die Druckplatten hergestellt werden. Die transparenten Originale wurden schon
in den letzten Jahren für neue Karten gleich über Zeichnung und Montage herge
stellt. Bei den älteren, auf Kupfer stehenden Originalen wurden die transpa
renten in vielen Fällen durch Spritzfolien von den Kupferplatten gewonnen.
Inzwischen sind die Kupferplatten aber so veraltet, daß die jetzt noch fehlen
den Transparente über Barytdrucke von den berichtigten Aluminiumdruckplatten
der Steindruckschnellpressen abgenommen werden. Der Steindruck als direkter '
Druck von der Platte auf das Papier erfordert ein leseverkehrtes Druckbild,
der indirekte Offsetdruck von der Platte über das Gummituch auf das Papier