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Full text: Jahresbericht 1962

Jahresbericht Nr. 17/1962 
- Seite 42 - 
vigation vertreten. Besonders dienlich sind die Gruppenbesuche von Offizieren 
der Handelsflotte und der Bundesmarine sowie von Lehrern und Schülern der See 
fahrtschulen. 
Einige Nautiker der Abteilung führten Informationsreisen zur See durch und 
hielten auf diese Weise die Verbindung mit der Praxis aufrecht. Den Reederei 
en, die verständnisvoll die Fahrten ermöglichten, sei an dieser Stelle der 
Dank des Instituts ausgesprochen. Ein gleicher Dank gebührt den Kapitänen, 
die bereitwillig Manuskripte für Seehandbücher mitnahmen, um sie an Ort 'und 
Stelle zu überprüfen. 
2. Seehandbücher und Seebücherlager 
Das erste vom damaligen Hydrographischen Büro herausgegebene amtliche deut 
sche Seehandbuch erschien 1878 unter dem Titel "Segelanleitung für die deutsche 
Küste des mittleren Teiles der Ostsee"; es folgte eine gleiche Segelanleitung 
für die Mündungen der Jade, Weser und Elbe. In den folgenden Jahren wurden das 
Segelhandbuch für die Ostsee in 5 Abteilungen (Bände) und das Segelhandbuch für 
die Nordsee in 2 Teilen mit insgesamt 7 Heften herausgegeben, dazu kamen bis 
1900, nunmehr vom Reichsmarineamt bearbeitet, ein Handbuch der dänischen Häfen, 
ein Segelhandbuch für Island und ein Segelhandbuch für die Küste von Deutsch- 
Ostafrika. Gleichzeitig war auch die Deutsche Seewarte mit der Herausgabe von 
Segelhandbüchem der außerheimischen Gewässer beauftragt worden und hatte bis 
1900 Segelhandbücher des Englischen Kanals, der britischen Gewässer und der 
Westküste Afrikas herausgegeben. Ab 1902 wurden die Seehandbücher einheitlich 
von der Nautischen Abteilung des Reichsmarineamts bearbeitet, ab 1911 so bezeich 
net, um eine deutliche Abgrenzung gegen die ozeanischen Segelhandbücher zu schaf 
fen, die weiterhin von der Deutschen Seewarte bearbeitet wurden. 
Wie bereits vorstehend dargelegt, verfügte das Seehandbuchwerk 1939 über 60 
Bände. Die Bearbeitung kam nach dem Kriege nur langsam voran. Im Jahre 1957 
wurden zwei Referate geschaffen, eins für die Handbücher der europäischen, das 
andere für die der außereuropäischen Gewässer einschließlich des Mittelmeers. 
Die Arbeiten an der Erneuerung und laufenden Fortführung der 45 Seehandbücher 
wurden planmäßig fortgesetzt. Von den 25 Seehandbüchem der europäischen Kü 
stengewässer erschienen im Berichtsjahr 4 als Neuauflagen; das Durchschnitts 
alter dieser Bücher wurde auf 6,2 Jahre herabgedrückt. Außerdem wurden 8 See 
handbuchnachträge, 1 Ergänzung und das Heft "Winterbetonnung der deutschen Kü 
stengewässer" herausgegeben. Das Heft "Bezeichnung der deutschen Küstengewäs 
ser" wurde in 3 000 Exemplaren nachgedruckt.
	        
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