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Full text: Jahresbericht 1962

Jahresbericht Nr. 17/1962 
Seite 34 - 
hinsichtlich, ihrer navigatiorischen Eignung an Bord bei. 
Der Ausschuß stimmte zu, daß das bisher gesammelte Erfahrungsmaterial den 
deutschen Werften, Reedereien und Einbaufirmen jetzt schon zur Verfügung ge 
stellt werden sollte, obwohl noch systematische Untersuchungen notwendig 
sind, um genaue Kenntnis über die Kausalzusammenhänge der Bordbeobachtungen 
zu bekommen. 
ORR Ermel bezog sich in seinem Vortrag "Die gegenwärtige läge des Seekar 
tenwerks" auf seinen Bericht vom 15.3.1960 und führte aus, daß Rationalisie 
rungsmaßnahmen, Änderung des Herstellungsverfahrens der Seekarten auf Astra- 
lon, Umstellung des Druckverfahrens vom Steindruck auf Offsetdruck weitgehend 
durchgeführt worden sind. In der Seekartenberichtigung und -auslieferung tra 
ten jedoch Ende 1961 erhebliche Schwierigkeiten auf, die nur durch erhöhten 
Sondereinsatz des Personals behoben werden konnten. Durch vermehrte Heraus 
gabe von Deckblättern für die Seekarten und Einschränkung des leistenkolorits 
an den Sektorengrenzen der Leuchtfeuer wurde eine Verminderung der Berichti 
gungsarbeit erreicht. Weitere Einsparungen sind geplant. An Hand von Karten 
unterlagen vermittelte Herr Ermel ein Bild des Geplanten und Erreichten. An 
stelle von bisher 5 Seekarten der Elbe im Maßstab 1 : 25 000 traten 4 Karten 
im Maßstab 1 : 30 000. Bis Ende 1962 waren u.a. erschienen: 9 Decca-Karten 
mit den Hyperbeln der deutschen und 6 mit den der englischen Kette sowie 1 Decca- 
Karte mit 2 Hyperbeln der deutschen und 1 Hyperbel der dänischen Kette, 4 neue 
Eischereikarten für das Fanggebiet der Ostküste Grönlands. Es wurden ferner 
25 "Plotting Sheets" im Maßstab 1 : 1 Mill. als Grundlage für die Neuanferti 
gung der Bathymetrischen Karte des Internationalen Hydrographischen Büros im 
Maßstab 1 : 10 Mill. bearbeitet. Mit den Hydrographen der Nordsee-Anliegerstaa 
ten wurde im Oktober 1962 vereinbart, "North Sea Eisheries Charts" nach ein 
heitlichem Muster und Maßstab 1 : 300 000 herzustellen. Dieses Kartenwerk wird 
42 Blätter umfassen. Von den noch fehlenden hat Deutschland 2 zu erstellen. 
Abschließend wurde zur Diskussion gestellt, ob die Schiffahrt Übersegler vom 
Ochotskischen Meer bis zur Nordküste Australiens und Segel-, Küsten- und Son 
derkarten für die Gebiete um Australien, Indonesien und Japan benötigt. 
Der Ausschuß stimmte der vorgetragenen Gesamtplanung zu, vertrat aber hin 
sichtlich der Ausdehnung des deutschen Seekartenwerks die Meinung, mit der 
Prüfung dieses Problems einen Unterausschuß zu beauftragen. Fragen aus Kreisen 
des Ausschusses, warum im Gegensatz zum Seekartenwerk das Seehandbuchwerk bei 
weitem noch nicht seinen Vorkriegsstand erreicht hat, sollen auf der nächsten 
Sitzung eingehend besprochen werden.
	        
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