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Full text : Jahresbericht 1963

-  Seite  71

Hautisohe  Technik

stanter  Kreiseldrehzahl  unter  gleichen  äußeren  Bedingungen  gemessenen  Kehlerwerte.
  Die  entgegen  den  theoretischen  Erwartungen  immer  noch  merklichen  Restfehler
  dürften  u.a.  durch  die  Beachtliche  Verzögerung  verursacht  sein,  mit
der  die  Asynchron-Kreisel  in  ihrer  Drehzahl  auf  Antriebsfrequenzänderungen
reagieren.  Es  wird  versucht  werden,  die  Verzögerung  der  Einstellung  der  vorgeschriebenen ­
  Kreisel-Drehzahl  durch  geeignete  Maßnahmen  zu  vermindern;  dann
sollen  weitere  Erprobungen  auf  Autobahnen  und  auf  See  durchgeführt  werden.
Bei  der  Untersuchung  von  Weisungsfehlern  eines  vereinfachten  Zweikreiselkompaßsystems, ­
  dessen  Vibrationsempfindlichkeit  auf  dem  Rütteltisch  gemessen
wurde,  ergab  sich  die  Erage  nach  den  Uutationsfrequenzen  des  Kreiselsystems.
Die  Messung  der  kleineren  Ifutationsfrequenz,  die  den  gleichen  Drehfreiheitsgraden ­
  wie  die  Meridianschwingungsdäuer  zuzuordnen  ist,  ergab  einen  Wert  von
16  und  20  Hz  für  zwei  etwas  unterschiedliche  Kreiselkugel-Ausführungen.  Die
größere  Ifutationsfrequenz,  die  den  Drehfreiheitsgraden  der  Kreiselbewegung
im  Kugelinnern  zuzuordnen  ist,  konnte  bis  jetzt  noch  nicht  gemessen  werden.
Während  diese  zweite  Ifutationsfrequenz  infolge  ihres  hohen  auf  etwa  50  bis
100  Hz  geschätzten  Wertes  zu  Störungen  kaum  Anlaß  geben  wird,  kann  bei  ungenügender ­
  Abschirmung  des  Kompaßkessels  die  niedrige  Ifutationsfrequenz
durch  äußere  Vibrationen  merklich  angeregt  werden,  so  daß  -  in  Übereinstimmung ­
  mit  den  Rütteltisch-Untersuchungen  -  ein  interkardinaler  Anzeigefehler
entsteht.
Zur  Verbesserung  der  Grundausstattung  des  Kreiselkompaßprüffeldes  wurde
ein  Universal-Kurs-Registriergerät  für  Systeme  mit  50  und  400  Hz-Synchro-Ausgang
  entworfen.  Es  wird,  nach  Beschaffung  aller  Zubehörteile,  in  der  Werkstatt ­
  zusarmn  enge  baut  werden.
Das  Kreiselhorizontgerät  zur  Messung  der  Schlinger-  und  Stampfwinkel  und
der  drei  horizont-bezogenen  Beschleunigungen  wurde  einschließlich  der  Elektronik ­
  fertiggestellt.  Bei  der  Prüfung  zeigten  sich  kleine  Mängel,  an  deren
Beseitigung  noch  gearbeitet  wird.  Das  Gerät  wird  im  kommenden  Frühjahr  funktionsklar ­
  sein.
Im  Kreiselkompaßprüffeld  wurden  121  Kreiselkugeln  und  Trichterschwimmer
instandgesetzt  bzw.  geprüft  und  attestiert.  Ein  Kleinkreiselkompaß  wurde  einer ­
  Baumusterprüfung  unterzogen.  Ein  Kreiselkompaß-Stand  wurde  auf  optimale
Vibrationsabschirmung  auf  dem  Rütteltisch  untersucht.  An  Bord  bundeseigener
Schiffe  wurden  16  Kreiselkompaßanlagen  instandgesetzt,  ferner  wurde  die  Anlage ­
  vom  Vermessungs-  und  Wracksuchschiff  "Atair"  von  Grund  auf  überholt.
Eine  Anzahl  von  Kreiselkompaßteilen  wurde  zur  Ergänzung  des  Ersatzteilbestandes ­
  aufgearbeitet.
Im  Auftrag  einer  Bundesbehörde  wurden  vier  ungestützte  Kurskreisel  ver-
            
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