Seekartenwerk
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Die im Vorjahresbericht ala geplant bzw. in Arbeit erwähnten neuen Karten
sind inzwischen größtenteils erschienen, die restlichen Karten der verschie
denen Seegebiete sind in Arbeit und werden im Jahre 1964 herausgegeben wer
den können.
Damit ist das Seekartenwerk kartenmäßig vorläufig abgeschlossen; sein
weiterer Ausbau in Gebieten, die bisher vom DHI nicht kartiert wurden, z.B.
Australien, Inselgruppen im Stillen Ozean usw., ist aus wirtschaftlichen
Gründen nicht vorgesehen. Die Modernisierung durch Herausgabe neuer Karten
in besseren Maßstäben, neuem Blattschnitt usw. in bereits kartierten Gebie
ten wird bei Bedarf auch künftig durchgeführt werden.
Ton den im vorigen Jahresbericht erwähnten "Plotting Sheets" beendete das
DHI an 27 Blättern seine Bearbeitung mit dem Datum vom 31. 12. 1963. Jedoch
können 12 Blätter hiervon, an deren Mitarbeit fünf andere Kationen beteiligt
sind, endgültig erst nach Eingang und Koordinierung der entsprechenden fremd
ländischen Unterlagen abgeschlossen werden.
Die "Plotting Sheets" werden auch für die Anfertigung der im vorigen Jah
resbericht erwähnten "Korth-Sea Fisheries Charts" im Maßstab 1 : 250 000
eine willkommene und moderne Grundlage bilden.
’ln der "Handschriftlichen Seekartenberichtigung" wurde durch technische
und organisatorische Maßnahmen erreicht, daß im letzten Halbjahr alle Kar
tenbestellungen termingerecht ausgeführt werden konnten.
3. lechnischer Betrieb
Im Berichtsjahr wurden 713 verschiedene durchschnittlich fünffarbige See
karten mit einer Gesamtauflage von 179 000 und 86 durchschnittlich vierfar
bige Deckblätter mit einer Gesamtauflage von 68 000 gedruckt. Daneben wurden
mit Auflagen von 521 000 und in 1 362 000 Druckgängen 24 nautische und wis
senschaftliche Veröffentlichungen des Instituts im Flachdruck hergestellt.
Lithographen und Kartentechniker berichtigten 439 Druckplatten und
1 125- Originalfolien und stellten die Originale für neue Karten, neue Aus
gaben, große Berichtigungen und Deckblätter her. Hierbei wurde weitgehend
die neu hergestellte Montageschrift, die durch weitere Zeichenelemente■er
gänzt wurde, verwendet. In die Originale der Seekarten wurden etwa 1 000 000
Ziffern, Buchstaben und Zeichen über Montage eingebracht, was allein mengen
mäßig mit den zur Verfügung stehenden Zeichenkräften in der klassischen Zei
chenweise bei weitem nicht hätte bewältigt werden können.
Der durch die Umstellung bedingte höhere Bedarf an neuen Folienoriginalen