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Full text : Jahresbericht 1964

Jahresbericht  Nr.  19/1964

-  Seite  6

tion  beschäftigte  sich  speziell  mit  Fragen  der  Schiffssicherheit  und
stellte  eine  den  Eordbetrieb  betreffende  Dienstanweisung  auf.  Für  Drehkreis-Versuche ­
  berechnete  das  Referat  Nautische  Geodäsie  Hyperbeln  der
dänischen  Decca-Kette  zur  Eintragung  in  großmäßstäbliche  Karten.  Im  Mittelpunkt ­
  der  Arbeiten  des  Referats  Physikalische  Meereskunde  standen  die  Restarbeiten ­
  zur  Fertigstellung,  die  Abnahme  und  Erprobung  der  Grundausrüstung
mit  wissenschaftlichen  Geräten  und  der  Ausrüstung  für  die  Expedition  in
den  Indischen  Ozean,  die  Organisation  des  Nachschubs  und  der  Ersatzteile.
Das  See-Protonenmagnetometer  und  das  Seegravimeter  samt  zugehöriger  Kreiselstabilisierungsanlage ­
  wurden  von  der  Abteilung  Geophysik  und  Astronomie
auf  ihre  Funktionsfähigkeit  gründlich  geprüft.  Die  Deckslautsprecher,  die
Kreiselkompaßanlagen,  die  Wasserschallgeräte,  insbesondere  das  kreiselstabilisierte ­
  Schelfrandlot,  die  umfangreichen  Funk-  und  Ortungsfunkanlagen,
Rundfunk-,  Befehls-  und  Meldesignalänlagen  wurden  durch  die  Abteilung
Nautische  Technik  betreut.  Ton  der  Allgemeinen  Abteilung  mußte  eine  große
Zahl  qualifizierter  Fachkräfte  eingestellt  werden,  damit  "Meteor"  leistungsstark ­
  besetzt  wurde.  Auch  die  Versuchswerkstatt  steuerte  für  die  gerätetechnische
  Ausrüstung  einen  beachtlichen  Teil  bei.  Für  das  Schiff  wurde
eine  wissenschaftliche  Bibliothek  zusammengestellt,  und  als  Ergänzungsheft
zur  Deutschen  Hydrographischen  Zeitschrift  erschien  die  Veröffentlichung
"Forschungsschiff  Meteor".  Daneben  liefen  die  für  die  Bereederung  des
Schiffes  während  seiner  ersten  Reise  erforderlichen  Vorbereitungen  sowie
während  der  Fahrt  des  Schiffes  im  Indischen  Ozean  dessen  Betreuung.
Insgesamt  führte  "Meteor"  sieben  Erprobungsfahrten  in  der  Nord-  und  Ostsee ­
  sowie  in  der  Biskaya  durch;  unter  anderem  auch  tibungsfährten,  bei  denen
die  Mannschaft  im  Tag-  und  Nachteinsatz  mit  dem  normalen  Expeditionsbetrieb
bekannt  gemacht  wurde.  Presse,  Rundfunk  und  Fernsehen  nahmen  am  Forschungsschiff ­
  "Meteor"  lebhaft  Anteil;  unter  anderem  wurde  vom  Zweiten  Deutschen
Fernsehen  ein  halbstündiger  Film  gedreht,  der  am  30.  Oktober,  unmittelbar
nach  dem  Auslaufen  des  Schiffes  zur  ersten  Expedition,  gesendet  wurde.
Anläßlich  der  Indienststellung  der  "Meteor"  wurde  vom  Herrn  Bur  ’sminister
  für  Verkehr  die  Seewart-Medaille  gestiftet.  Sie  wird  zur  Würdigung
langjähriger,  freiwilliger  Mitarbeit  auf  See  und  besonderer  Verdienste  im
Aufgabenbereich  des  DHI  Und  um  die  Sicherheit  der  Seefahrt  verliehen.  Im
Berichtsjahr  wurden  sieben  Kapitäne  der  Handelsschiffahrt  mit  ihr  ausgezeichnet. ­

Aus  Anlaß  der  Internationalen  Konvention  über  den  Festlandsockel  hat  die
Bundesregierung  durch  das  "Gesetz  zur  vorläufigen  Regelung  der  Rechte  am
Festlandsockel"  dem  DHI  gewisse  Funktionen  übertragen.  Das  DHI  und  das
Oberbergamt  Clausthal-Zellerfeld  erteilen  Erlaubnisse  zum  Aufsuchen  von
Bodenschätzen  und  zu  ihrer  Gewinnung  sowie  zu  jeder  Forschungshandlung,
            
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