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Volltext : Jahresbericht 1964

Meereskunde

-  Seite  63  -

Beobachtung  und  Rechnung  ergab  sich  für  eine  Triftstromgeschwindigkeit,
die  4,2i«  der  Windgeschwindigkeit  beträgt.
Die  Untersuchungen  über  das  Verhalten  der  thermischen  Sprungschicht  in
der  Nordsee  schlossen  mit  der  Herausgabe  eines  Atlas,  der  monatliche  Vertikalschnitte ­
  der  Temperaturverteilung  und  horizontale  Darstellungen  über
die  thermische  Sprungschicht  sowie  die  Höhe  und  Eintrittszeiten  der  Extremtemperaturen ­
  enthält.  Entsprechende  Darstellungen  sind  für  die  haline
Sprungschicht  in  Arbeit.
Das  Netz  der  Seegangs-Meßstellen  wurde  erweitert;  es  besteht  z.Zt.  aus
9  Stationen  an  der  deutschen  Nordseeküste  und  3  Stationen  in  der  Ostsee.
Außerdem  wurden  je  2  Stellen  zur  Messung  des  Seegangs  bei  Sturmflut  und
zur  Messung  des  Wellenauflaufes  unmittelbar  am  Deich  eingerichtet.

3.  Physikalische  Meereskunde
Die  Restarbeiten  zur  Fertigstellung,  die  Abnahme  "und  Erprobung  der
wissenschaftlichen  Einrichtungen  des  FS  "Meteor"  standen  im  Mittelpunkt
der  Arbeiten  des  Referats.  Daneben  liefen  die  Beschaffungen  zur  Vervollständigung ­
  der  Grundausrüstung  mit  wissenschaftlichen  Geräten  weiter.
Durch  die  Unterstützung,  die  das  DHI  bei  den  Ausrüstungsarbeiten  zur  Expedition ­
  in  den  Indischen  Ozean  (IIOE)  und  bei  der  Organisation  des  Nachschubs
Von  Geräten,  Ersatzteilen  usw.  leistete,  war  das  Referat  stark  belastet.
Der  Referent  sowie  einige  seiner  Mitarbeiter  nahmen  an  mehreren  Probeund
  Abnahmefährten  in  die  Nordsee  und  Biscaya,  bzw.  an  der  ersten  Etappe
der  IIOE,  Hamburg  -  Neapel,  teil.
Da  bis  zum  Auslaufen  der  "Meteor"  zur  Expedition  in  den  Indischen  Ozean
unerwartete  Schwierigkeiten  zu  beseitigen  waren,  mußten  fast  alle  übrigen
Arbeiten  des  Referats  zurückgestellt  werden.
Die  laboratoriumsarbeiten  beschränkten  sich  daher  im  wesentlichen  auf
die  Vorbereitung  eines  weiteren  Versuchs  mit  Rhodamin  B  zur  Untersuchung
von  Vermischungsvorgängen.  Der  Versuch  wurde  in  der  ersten  Septemberhälfte
mit  VPS  "Gauß"  in  der  mittleren  Nordsee  durchgeführt;  die  Färbstoffmenge
betrug  diesmal  500  kg,  der  Farbfleck  konnte  10  Tage  lang  messend  verfolgt
werden;  die  Flächenausdehnung  der  noch  meßbaren  Restkonzentration  betrug
zum  Schluß  ca.  640  qkm.
Die  Resultate  der  Rhodamin-Versuche  der  vorangegangenen  Jahre  wurden
in  der  Deutschen  Hydrographischen  Zeitschrift  veröffentlicht;  ein  Vorab-
            
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