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Full text: Jahresbericht 1964

MEERESKUNDE 
1. Allgemeines 
Der Dexter der Abteilung Meereskunde, Reg. Dir. Dr. Joseph, wurde ab 
1.4.1964 auf zwei Jahre beurlaubt; er folgte einem Ruf der International 
Atomic Energy Agency (IAEA) und übernahm das Direktorat des laboratoire 
International de Radioactivité Marine, Monaco. Mit seiner Vertretung wurde 
ORR Dr. Tomczak beauftragt. In seiner Eigenschaft als Referent für "Regio 
nale Meereskunde" übernahm dieser außerdem die Aufgaben des Sekretariats 
der deutschen Sektion der Intergovernmental Océanographie Commission (IOC). 
Es wurden vier Borschungsfährten mit VES "Gauß" und eine Eahrt mit ES 
"Meteor" durchgeführt: 
Vom 6. bis 20.4. erfolgten in der Elbmündung radiologische und hydro 
graphische Messungen, um den Anteil der aktiven Elemente der im Gezeiten 
strom transportierten Trübungsstoffe an der Gesamtaktivität zu messen. 
Vom 19.5. bis 12.7. und vom 18.8. bis 27.8. wurden in der Deutschen 
Bucht Bodenproben für eine geologische Kartierung und zur Untersuchung 
ihrer radioaktiven Strahlung in geringem Stationsabstand'entnommen. 
Vom 3. bis 18.9. wurde erneut ein Earbversuch zur Untersuchung der Ver 
mischungsvorgänge durchgeführt. Die verwendete Earbstoffmenge war größer 
als beim vorjährigen Versuch, so daß zugleich Erfahrungen für ein Mehr- 
Schiffe-Brogramm gesammelt werden konnten, das für 1965 aufgestellt ist. 
Mit PS "Meteor" wurde vom 12. bis 25.9. eine Übungsfahrt in die mittle 
re und nördliche Nordsee durchgeführt, bei der die Besatzung mit dem norma 
len Expeditionsbetrieb in Tag- und Nachtwachen bekannt gemacht wurde. Die 
hydrographischen Arbeiten auf dieser Eahrt dienten der Untersuchung der 
Küstenströmung und der thermischen Sprungschicht. 
Die am 6.11.1963 begonnenen Dauerstrommessungen vor der Eidermündung 
konnten dank der Unterstützung durch das Wasser- und Schiffahrtsamt 
Tönning länger als ein Jahr in zwei verschiedenen Beobachtungstiefen 
durchgeführt werden. Es traten nur geringfügige Ausfälle ein, so daß sich 
die Messung in der Oberflächenschicht über 389 läge, die in Bodennähe über 
369 Tage erstreckte. 
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