Seekartenwerk
1. Allgemeines
Seit 1945 erzielten wir mit 158 635 ausgelieferten Seekarten den höch
sten Jahresabsatz. Biese Leistung - rund 20 000 Seekarten mehr als'1963- -
konnte bei gleichbleibendem Personalbestand und gekürzten allgemeinen Mit
teln nur erreicht werden durch Überstunden, dank der in den letzten Jahren
durchgeführten Modernisierung des Maschinenparks und infolge ständiger Ra
tionalisierung der Arbeitsmethoden.
Bie Auslieferung der Seekarten konnte durch die Einführung eines neuen
Berichtigungsverfahrens im letzten Jahr erheblich beschleunigt werden. Ber
größte Teil des ca. 70 000 Karten umfassenden Seekartenlagers wird jetzt
laufend berichtigt: mit Einverständnis der Amtlichen Vertriebs- und Be-
riehtigungsstellen, der See-Berufsgenossenschaft und der Kartenbenutzer
werden durch Streichen Berichtigungen durchgeführt, die beim Benutzer der
Karte keinen Zweifel aufkommen lassen und das Kartenbild nicht unübersicht
lich machen. Bie Benutzung von Stempeln für häufig auftretende Signaturen
und Schriftzusätze beschleunigte und mechanisierte die Berichtigungsarbeit
wesentlich. Burch diese Maßnahmen können Bestellungen meist am Tage des
Eingangs ausgeführt werden.
Bas Verzeichnis der nautischen Karten und Bücher wurde mit Stand vom
19.9.1964 neu gedruckt.
Ein Teil der Beamtenschaft des gehobenen Bienstes nähert sich dem
Pensionsalter, deshalb sind bereits jetzt in gewisser Vorsorge fünf junge
Inspektoren des kartographischen Bienstes und drei Inspektoren-Anwärter
tätig.
Ber allgemeine Facharbeitermangel machte sich auch im Technischen Be
trieb empfindlich bemerkbar. Freie Offsetdrucker- und Handsetzerstellen
konnten nicht besetzt werden, da das graphische Bewerbe den Interessenten
erheblich höhere Böhne bietet.
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