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Full text : Jahresbericht 1964

-  Seite  54  “

Jahresbericht  Nr.  19/1964

sern  der  Nord-  und  Ostsee  7  872  sm  lotprofile  gegenüber  6  160  sm  im  Vorjahr ­
  abgelaufen.
Das  Vermessungs-  und  Forschungsschiff  "Gauß"  unternahm  für  Forschungsund ­
  TFntersuchungszwecke  9  Fahrten  von  insgesamt  10  595  sm  länge  in  der
Nord-  und  Ostsee,  wobei  auf  2  Fahrten,  in  der  Nordsee  1  543  sm  lotprofile
zur  Ergänzung  der  Tiefenangaben  in  deutschen  Seekarten  gewonnen  werden
konnten.  Das  Vermessungsschiff  "Süderoog"  legte  auf  2  Fahrten  zur  Überwachung ­
  der  Radioaktivität  des  Meerwassers  in  der  Nord-  und  Ostsee  903  sm
zurück.  Die  Vermessungsfahrzeuge  "Hooge",  "Atair"  und  "Wega"  führten  für
die  Großerprobung  des  Hi-Fix-Systems  mehrere  Meßfährten  in  der  inneren
Deutschen  Bucht  durch.
Im  Küstenbereich  und  auf  den  küstennahen  Zwangswegen  der  Nord-  und  Ostsee ­
  wurden  40  Wracke  -  25  in  der  Nordsee  und  15  in  der  Ostsee  -  erstmalig
untersucht.  Außerdem  konnten  in  der  Nordsee  58*  in  der  Ostsee  3  bereits
früher  eingemessene  Wracke  auf  läge,  geringste  Wassertiefe  und  Zustand
überprüft  sowie  12  weitere  Positionen  (10  in  der  Nordsee,  2  in  der  Ostsee)
und  52  qsm  Seeraum  in  der  Nordsee,  12  qam  in  der  Ostsee  systematisch  nach
Wracken  oder  anderen  ünterwasserhindernissen  abgesucht  werden.  Gemeinsam
mit  dänischen  und  schwedischen  Vermessungsschiffen  war  das  Vermessungsund ­
  Wracksuchschiff  "Wega"  2  Wochen  lang  für  Wraekuntersuchungen  in  der
Ostsee  auf  dem  Weg,  Nr.  1  tätig.  Auf  Bitte  des  dänischen  Hydrographers
strahlte  "Wega"  gegen  Ende  der  Vermessungsperiode  einen  Teil  des  Weges
Nr.  28  im  Großen  Belt  ab.  "Atair"  und  "Wega"  legten  für  die  Wracksuche
zusammen  9  360  sm  zurück.  Zusätzlich  zu  ihren  Vermessungs-  und  Wracksuchaufgaben ­
  wurden  die  beiden  Vermessungs-  und  Wracksuchschiffe  für  die  Entnahme ­
  von  Bodenproben  im  nahen  KUstenbereich  der  Nordsee  eingesetzt.
Am  24,  März  wurde  das  auf  der  Seebeck-Werft,  Bremerhaven,  erbaute  Forschungsschiff ­
  "Meteor"  in  Dienst  gestellt.  Nach  7  Erprobungsfährten  in  der
Nord-  und  Ostsee  sowie  in  der  Biskaya  lief  es  am  29.  Oktober  zur  Teilnahme
an  der  Internationalen  Expedition  in  den  Indischen  Ozean  aus.  Die  etwa
61/2  Monate  dauernde  Fahrt  liegt  in  Händen  der  Deutschen  Forschungsgemeinschaft. ­


+)  In  den  angegebenen  Zahlen  sind  auch  die  Kontrollen  der  Wracke,  die  bis
auf  eine  vorgeschriebene  Wassertiefe  beseitigt  worden  sind,  enthalten.
            
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