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Jahresbericht Nr. 19/1964
kommenden Einsatz des Schiffes bekannt, das am 29.10. zur Teilnahme an der
"International Indian Ocean Expedition" auslaufen wird. Eine anschließende
Besichtigung vermittelte allen Sitzungsteilnehmern einen guten Überblick
über das moderne Eorschungsschiff. Nachmittags wurde die Sitzung in der
Bibliothek fortgesetzt.
ORR Ermel berichtete über das Seekartenwerk und die neue Art der See
kartenberichtigung, wodurch erreicht wurde, daß die amtlichen Vertriebs-
Stellen unverzüglich beliefert werden können. Eine weitere Vereinfachung
der Berichtigung wurde durch die häufigere Herausgabe von Deckblättern
erreicht. Der Vortragende berichtete ferner über die Besprechung mit dem
Verband der Deutschen Hochseefischereien und die dort gegebenen Anregungen,
die in folgenden Punkten bereits durchgeführt wurden:
a) Eintragung der 200 m- , 600 m- und 1 000 m-Tiefenlinien sowie des
lorannetzes in die dänischen Eischereikarten der Westküste Grönlands,
b) Eintragung des Lorannetzes in die deutschen Eischereikarten der Ge
wässer zwischen Island und Grönland,
c) Eintragung der 12 sm-Eischereigrenzen in die deutschen Eischereikarten
der norwegischen Küste im Maßstab 1 : 150 000 und kleiner,
d) Herstellung von 8 neuen Eischereikarten für das Fanggebiet Neufund
land-Labrador,
e) Eintragung von Seekabeln mindestens bis zur 1 000 m-Grenze und von
allen eindeutig festgestellten Hakstellen sowie die Aufnahme von
Hafenplänen einiger wichtiger Häfen.
ORR Ermel legte abschließend je eine Kartenprobe mit bisher verwendeten
Tiefenlinien (Punkt-Strich-Verfahren) und vorgeschlagenen ausgezogenen Tie
fenlinien vor. Die letzteren bringen bei der Herstellung der Seekarten eine
so erhebliche Zeit- und damit Kostenersparnis, daß das DHI diese Dar
stellungsform anwenden möchte, wenn gegen die Einführung keine nautischen
Bedenken bestehen. Wie festgestellt wurde, bestehen diese grundsätzlich
nicht, jedoch wurde beschlossen, jedem Mitglied des Seeverkehrsbeirats
eine Kartenprobe zwecks schriftlicher Stellungnahme zuzuleiten.
RR Memmen berichtete über den Stand der nautischen Veröffentlichungen
und die bereits vollzogenen Rationalxsierungsmaßnahmen. Er begann in der
Aufzählung mit den Nachrichten für Seefahrer, die das Seekarten- und See
handbuchwerk richtig halten. In der anschließenden Diskussion wurden die
einzelnen Maßnahmen gutgeheißen, kritisiert wurde jedoch, daß die "Rote
Liste" als loses Blatt an Bord leicht verloren gehen könnte. Der Vortragen
de konnte die Bedenken widerlegen und den Vorteil der Beilagen naohweisen.
Da jedoch das bisherige Buch "Minengefährdete Gebiete und abgesuchte Wege"
durch Blätter verschiedener Größen berichtigt und alle zwei Jahre nachge-