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Jahresbericht Nr. 19/1964
als es im Ausland der Pall sei. Einige Bedenken konnten widerlegt werden.
KR Memmen sprach über Stand' und Planung des Seehandbuchwerks und be
richtete zunächst über den Vorkriegsstand der Seehandbücher, deren Laufzeit
im Mittel 14 Jahre betrug. Um das Werk auf diesem Stand halten zu können,
erschienen jährlich 3 Bücher als Heuauflage. Hach dem Kriege wurden 45 See
handbücher nach und nach wieder auf den Arbeitsplan gesetzt und zunächst
Vorkriegsbücher nachgedruckt und Nachträge zuerst für solche Bücher heraus
gegeben, die nach dem jeweiligen Stand der Schiffahrt am dringendsten be
nötigt wurden. HK Memmen erläuterte, warum das Institut Seehandbücher
nicht in Kingbuchform herausbringt und sagte, daß den Wünschen an Bord
deutscher Schiffe am besten mit einer Laufzeit der Seehandbücher von 10
Jahren oder weniger Hechnung getragen werden könnte. Insgesamt erschienen
nach dem Kriege 35 Neuauflagen, davon 25 für die nord- und westeuropäischen
Gebiete. Diese Nachkriegsausgaben wären dünner und somit handlicher als
die früheren, weil auf unwichtige Einzelheiten, die sowieso in anderen
nautischen Veröffentlichungen zu finden sind, verzichtet werden kann, Texte
die in allen Büchern wiederkehren, sind erstmalig in der als Seehandbuch
erschienenen Schrift "Pür Brücke und Kartenhaus" zusammengefaßt. Der Vor
tragende berichtete des weiteren über neue Veröffentlichungen sowie über
das "Leuchtfeuerverzeichni's" und den "Nautischen Punkdienst". Aus Gründen
der Rationalisierung wurden im 'Leuchtfeuerverzeichnis" in verstärktem Maße
anstatt eines längeren Textes Symbole gesetzt, und als Beilage zu der
wöchentlichen Ausgabe der "Nachrichten für Seefahrer" die sogenannte
"Kote Liste" mit zeitweiligen Veränderungen zum "Leuchtfeuerverzeichnis"
eingeführt. Der "Nautische Punkdienst" erscheint in der bewährten Lose-
Blattform in drei Bänden. Sonderabdrucke wurden für ünterriehtszwecke
herausgegeben. Als neue Schrift erschienen "Wetter- und Warnfunk" und
eine Weltkarte mit Angaben für alle Küstenfunkstellen des Sprech-Seefunk-
dienstes auf Grenzwellen. Abschließend wies der Vortragende auf den Vorteil
deutschsprachiger Seebücher hin und auf die notwendige Übereinstimmung des
Seekarten- und Seehandbuchwerkes mit den Bedürfnissen der Handelsschiffahrt
ORR Ermel berichtete kurz über die Ergebnisse einer Sitzung mit den nau
tischen Inspektoren der Großreedereien in Hamburg und über die Besprechung
mit den Vertretern der Hochseefischerei in Bremerhaven. Nur einigen Wün
schen konnte entsprochen werden, da eine Ausweitung des Seekartenwerks zur
Zeit nicht vorgenommen werden soll und in einigen Pallen Grundlagenmaterial
für neue gewünschte Karten nicht zur Verfügung stand. Der Referent erhielt
die Zustimmung des Beirats, die Breite der Zwangswege in die Karten der
Ostsee einzuzeichnen. Das umfangreiche Material über Hakstellen in der
Nordsee, das die Hochsee- und Küstenfischerei dankenswerterweise dem DHI
übermittelte, wurde für die Fischereikarten ausgewertet.