Probleme der nautischen Technik
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können keine Anforderungen gestellt werden, die nicht realisierbar sind.
Deshalb wäre die Bekämpfung des Schiffslärms auf der Empfangsseite eine
zwar kostspielige, aber sinnvolle Maßnahme.
Die zunehmende Verbreitung der Echolote hat die Entwicklung der Wasser
schallgeräte in den letzten Jahren stark vorangetrieben; keramische Wandler
und Transistorisierung der elektrischen Schaltung vergrößern die Betriebs
sicherheit und verlängern die Lebensdauer.
Eine offene Präge ist die Anzeigegenauigkeit von Echoloten. Können beim
Befahren relativ tiefer Gewässer gewisse Ungenauigkeiten gefahrlos hinge
nommen werden, so ist für Schiffe mit größerem Tiefgang und für die Vermes
sung eine hohe Meß-Genauigkeit erforderlich. Außerdem ist an der Anzeige
klarheit die Eischerei interessiert, um Bischschwärme erkennen zu können.
Impulslängen und Eiankenanstiegszeiten sind zu untersuchen, und der Kontrast
der Schreibanzeige ist zu verbessern.
Das DHX hat im Interesse seiner eigenen Arbeiten die Entwicklung eines
Gerätes zur Bestimmung der Wasser-Schallgeschwindigkeit in verschiedenen
Tiefen in Angriff genommen. Es soll die - zur Beschickung der Tiefenanzeige
notwendigen - Schallgeschwindigkeitswerte mit Genauigkeiten von der Größen
ordnung cm/sec messen und Lage und Ausdehnung von Sprungschichten schnell
und leicht identifizieren. Ferner ist die Deutung der auf Echogrammen dar
gestellten Schichtung des Meeresbodens möglich, wenn exakte Werte der
Schallgeschwindigkeit in den verschiedenen Sedimentschichten bekannt sind.
Die Forderung nach einem "Schelfrandlot" für das Forschungsschiff "Meteor"
stellte die Abteilung vor eine interessante, neue Aufgabe. Wegen der erfor
derlichen extrem starken Bündelung der Schallstrahlen erhielt das Lot einen
gegenüber sonst üblichen Abmessungen geradezu riesenhaft anmutenden akusti
schen Wandler (rund 1 m Durchmesser), der kardanisch gelagert ist und über
ein Kreiselgerät ständig in horizontaler Lage gehalten wird. Die Tiefenan
zeige erfolgt gleichzeitig auf einem tfbersichtschreibgerät und mehreren
Tochterechographen; von jedem einzelnen kann nach freier Wahl eine lupen
artig vergrößerte Darstellung Oberflächen- oder bodennaher Bereiche erhal
ten werden. Der Antrieb der Schreiber erfolgt durch Synchronmotore, die von
einem kristallgesteuerten Generator gespeist werden. Mit dieser Anlage sind
von "Meteor" neue und überraschende Erkenntnisse gewonnen worden.
Eine wesentliche Holle sowohl für die Schiffsführung als auch für die
Sicherheit menschlichen Lebens auf See fällt der Funknavigation zu. Das
erste kommerzielle Warigationsfunkgerät war der von Telefunken entwickelte
Funkpeiler zur Bestimmung der Richtung nach einem Sender (Funkfeuer- oder