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Full text: Jahresbericht 1964

XI. PROBLEME БЕЕ NAUTISCHEN TECHNIK 
Бае Schiff, Yon alters her als Transport- und. Verkehrsmittel benutzt, 
ist für die Sicherung der menschlichen Ernährung und für die Verbindung der 
Völker immer von großer Bedeutung gewesen. Ben Schiffen stehen natürliche 
und künstliche Wasserstraßen, Küstenreviere und die offene See als Ver 
kehrswege zur Verfügung. Zur Abwicklung des Verkehrs benötigt die Schiffs 
führung Informationen, um sicher vom Ausgangsort zum Zielort zu gelangen. 
Bas offene Meer bietet, im Gegensatz zu den übrigen Wasserwegen, selbst 
keine Orientierungsmöglichkeiten. Beshalb werden für die Navigation auf 
hoher See instrumenteile Hilfsmittel gebraucht, die Informationen über den 
Kurs, die Geschwindigkeit und die jeweilige Position des Schiffes vermit 
teln, ferner solche, die den relativen Abstand und die relative Lage von 
Markierungen und Hindernissen über und unter Wasser angeben und Wasser 
tiefen messen. Bie Instrumente müssen dem jeweiligen Stand der technischen 
Erkenntnis entsprechen, vor allem hinsichtlich Anzeigegenauigkeit und Zu 
verlässigkeit. Es ist Aufgabe der "Nautischen Technik", sich mit diesen 
Instrumenten zu beschäftigen. 
Bie einschlägige Industrie macht große Anstrengungen, bereits bekannte 
Geräte in ihrer Anzeigegenauigkeit und Funktionssicherheit zu verbessern, 
neue Verfahren und Geräte zu entwickeln und die Anwendungsbereiche zu er 
weitern. Andererseits ist es unvermeidbar, daß auch Geräte entwickelt und 
gebaut werden, die den Bedürfnissen und Anforderungen des Nautikers und 
den besonderen Bedingungen an Bord nicht genügen.-Für den Reeder und den 
fahrenden Nautiker ist es oft sehr schwer, aus der Fülle des Angebotes das 
für den vorgesehenen Zweck optimal geeignete, im Betrieb zuverlässige und 
dabei wirtschaftliche Gerät auszuwählen. Um der Schiffahrt hierbei zu hel 
fen, bedienen sich fast alle seefahrttreibenden Nationen neutraler Insti 
tutionen, die nautische Geräte auf ihre Bordeignung untersuchen und ge 
gebenenfalls amtliche Prüfzeugnisse ausstellen. 
In Beutschland war bis zum Ende des zweiten Weltkrieges die ehemalige 
Beutsche Seewarte damit betraut. Ber zugehörige Aufgabenbereich lautete 
nach Eeichsgesetzblatt Nr. 35 vom Bezember 1875: "Prüfung und Berichtigung 
der auf Schiffen gebräuchlichen, für die Sicherheit der Fahrten und die 
Zuverlässigkeit der Beobachtungen wichtigen Instrumente 
Beobachtungen der Erscheinungen des Erdmagnetismus auf der See, Prüfung 
des Verhaltens der Magnetnadel an Bord eiserner Schiffe und Erteilung Von 
Weisungen für die zweckmäßige Aufstellung an Bord der Schiffe." Nach Auf 
lösung der Deutschen Seewarte sind im Bezember 1945 diese Aufgaben vom BHI 
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