XI. PROBLEME БЕЕ NAUTISCHEN TECHNIK
Бае Schiff, Yon alters her als Transport- und. Verkehrsmittel benutzt,
ist für die Sicherung der menschlichen Ernährung und für die Verbindung der
Völker immer von großer Bedeutung gewesen. Ben Schiffen stehen natürliche
und künstliche Wasserstraßen, Küstenreviere und die offene See als Ver
kehrswege zur Verfügung. Zur Abwicklung des Verkehrs benötigt die Schiffs
führung Informationen, um sicher vom Ausgangsort zum Zielort zu gelangen.
Bas offene Meer bietet, im Gegensatz zu den übrigen Wasserwegen, selbst
keine Orientierungsmöglichkeiten. Beshalb werden für die Navigation auf
hoher See instrumenteile Hilfsmittel gebraucht, die Informationen über den
Kurs, die Geschwindigkeit und die jeweilige Position des Schiffes vermit
teln, ferner solche, die den relativen Abstand und die relative Lage von
Markierungen und Hindernissen über und unter Wasser angeben und Wasser
tiefen messen. Bie Instrumente müssen dem jeweiligen Stand der technischen
Erkenntnis entsprechen, vor allem hinsichtlich Anzeigegenauigkeit und Zu
verlässigkeit. Es ist Aufgabe der "Nautischen Technik", sich mit diesen
Instrumenten zu beschäftigen.
Bie einschlägige Industrie macht große Anstrengungen, bereits bekannte
Geräte in ihrer Anzeigegenauigkeit und Funktionssicherheit zu verbessern,
neue Verfahren und Geräte zu entwickeln und die Anwendungsbereiche zu er
weitern. Andererseits ist es unvermeidbar, daß auch Geräte entwickelt und
gebaut werden, die den Bedürfnissen und Anforderungen des Nautikers und
den besonderen Bedingungen an Bord nicht genügen.-Für den Reeder und den
fahrenden Nautiker ist es oft sehr schwer, aus der Fülle des Angebotes das
für den vorgesehenen Zweck optimal geeignete, im Betrieb zuverlässige und
dabei wirtschaftliche Gerät auszuwählen. Um der Schiffahrt hierbei zu hel
fen, bedienen sich fast alle seefahrttreibenden Nationen neutraler Insti
tutionen, die nautische Geräte auf ihre Bordeignung untersuchen und ge
gebenenfalls amtliche Prüfzeugnisse ausstellen.
In Beutschland war bis zum Ende des zweiten Weltkrieges die ehemalige
Beutsche Seewarte damit betraut. Ber zugehörige Aufgabenbereich lautete
nach Eeichsgesetzblatt Nr. 35 vom Bezember 1875: "Prüfung und Berichtigung
der auf Schiffen gebräuchlichen, für die Sicherheit der Fahrten und die
Zuverlässigkeit der Beobachtungen wichtigen Instrumente
Beobachtungen der Erscheinungen des Erdmagnetismus auf der See, Prüfung
des Verhaltens der Magnetnadel an Bord eiserner Schiffe und Erteilung Von
Weisungen für die zweckmäßige Aufstellung an Bord der Schiffe." Nach Auf
lösung der Deutschen Seewarte sind im Bezember 1945 diese Aufgaben vom BHI
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