Nautische Technik
1) Vergl. Jahresbericht Nr. 13/1958, S. 53
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sucht werden müssen. Баз wird im Zusammenhang mit der Neubearbeitung der
"Verordnung" und der "Zulassungsbedingungen" für Positionslaternen ge
schehen. Eine Umarbeitung ist aufgrund der 1965 in Kraft getretenen neuen
SeeStraßenordnung und des Gesetzes über die Aufgaben des Bundes auf dem
Gebiet der Seeschiffahrt vom 24.5.1965 ohnehin notwendig.
b) Tätigkeit des Prüfdienstes an Bord
1) Regulierung von Magnetkompassen - 1965 wurden 1036 Kompaßregulierun
gen und Deviationsbestimmungen - größtenteils auf Fahrzeugen der Bundes
behörden und der Bundesmarine - vorgenommen; ca. 10$ davon waren elektro
magnetische Regulierungen.
Einrichtungen zur Kompaßregulierung nach dem Verfahren der Gegenpeilung
band/Schiff mit Hilfe des UKW-Sprechfuhks wurden auf Pellworm, auf Wyk auf
Föhr und in der Kieler Förde neu erstellt. Das Verfahren, das sich auf der
Elbe, der Flensburger Förde und vor Travemünde gut bewährt hat, läßt Kom
paßregulierungen auch bei ungünstigeren Sichtverhältnissen mit guter Ge
nauigkeit zu.
Versuche, Kompaßregulierungen und Deviationsbestimmungen mit Hilfe von
Radarpeilungen durchzuführen, brachten z.T. günstige Ergebnisse. Vorbedin
gung ist jedoch, daß der Radarbeobachter und der Kompaßregulierer aufein
ander eingearbeitet sind und durch Kontrollpeilungen bei klarem Wetter
markante Radarobjekte festlegen. In Hamburg konnten an den Deviations
pfählen im Kohlenhafen und im Maakenwerderhafen geeignete Radarziele sicher
bestimmt werden, während dies z.B. am Deviationspfahl im Waltershoferhafen
nicht möglich war.
2) Bordprüfung von Ortungsfunkanlagen - Mit den nach der Funksicherheits
verordnung vorgeschriebenen Abnahmeprüfungen der Ortungsfunkanlagen auf
deutschen Schiffen zur Feststellung der navigatorischen Eignung von Radar-
und Peilfuhkanlagen wurde 1958 begonnen.
Über die bei den Bordprüfungen der Ortungsfuhkanlagen gewonnenen Erfah
rungen und Erkenntnisse ist durch Veröffentlichungen, besonders durch die
im Seewart unter der Rubrik "Aus der Praxis für die Praxis" erschienenen
Aufsätze, berichtet worden.
Anhand der in den Peilfunkbüchern an Bord enthaltenen Aufzeichnungen
konnte festgestellt werden, daß häufiger als früher die Fuhkbeschickungs-
werte bordseitig nachgeprüft und auch vollständige Funkbeschickungskurven
aufgenommen wurden. Einige Reedereien haben für ihre Schiffe entsprechen
de Anordnungen getroffen und achten auf ihre regelmäßige Durchführung.