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Full text: 43: Sauerstoffdynamik der Nordsee

Rezirkulationssytem in der nördlichen Nordsee, den norwegischen Küstenstrom 
(Lenhart and Pohlmann, 1997). 
Für die kontinentale Küste ist der Wassertransport durch den Englischen Kanal 
entscheidend, der zu allen Jahreszeiten einen Küstenstrom antreibt. 
Bei Skagen strömt das salzarmere und leichtere Ostseewasser in einer mehrere Meter 
mächtigen Oberflächenschicht als sogenannter Baltischer Strom aus dem Kattegat 
zunächst nach Norden. Die Strömungsrichtung wird dabei durch den Küstenstrom 
bestimmt. Später werden diese Wassermassen durch den Verlauf der norwegischen 
Küste umgelenkt und fließen entlang dieser auch als Norwegischer Küstenstrom aus 
dem Skagerrak in die Nordsee. 
Die Abb. 3.13 steht die für das Jahr 1995 simulierten Stromlinien dar, die die Bahnen 
und Intensität der monatlich gemittelten Wassertransporte zeigen. Die Strömungsmuster 
im Winter zeigen ein für diese Jahreszeit infolge vorherrschender Winde aus Nord-West 
typisches zyklonales Zirkulationsmuster. Man erkennt einen deutlichen Einstrom im 
Norden als Fair-Isle und Shetland-Current sowie im Südwesten durch den Englischen 
Kanal sowie den Ausstrom über die Norwegische Rinne. In den Sommermonaten 
dagegen bildet sich aufgrund des schwachen Windantriebs kein großräumiges Muster 
aus, vielmehr bilden sich kleinskalige Strukturen. Ein ausgeprägter Einstrom im Nord- 
Westen ist nicht erkennbar. Die Strömung ist insgesamt schwach und variabel. Intensität 
und RichtungsStabilität der Strömungen sind im Winterhalbjahr stärker ausgeprägt als 
im Sommerhalbjahr. Zu allen Jahreszeiten ist ein Küstenstrom entlang der kontinentalen 
Küste zu erkennen. Die hier dargestellten Strömungsmuster zeigen, dass saisonale und 
kurzfristige Abweichungen vom allgemeinen zyklonalen Muster auftreten. 
Salzgehalt 
Der Salzgehalt der Nordsee wird durch unterschiedliche Faktoren bestimmt. Er hängt 
einerseits vom Einstrom salzreichen atlantischen Wassers östlich der Shetland Inseln 
sowie durch den Englischen Kanal im Südwesten und andererseits von den 
Süßwassereinträgen aus der Ostsee und aus den großen Flüssen wie Rhein und Elbe ab 
(siehe Abb. 3.14). 
Den Einfluss von Atlantikwasser in der nördlichen bis in die zentrale Nordsee ist am 
Verlauf der 35 psu-Isohaline zu erkennen. Er ist im Winter stärker ausgeprägt als im 
Sommer. D. h. im Winter dringt das Atlantikwasser weiter in die Nordsee vor. 
Auffällig ist, dass weder in den Wintermonaten noch in den Sommermonaten in der 
südlichen Bucht Salzgehalte über 35 psu auftreten. Ursache hierfür ist das Vermischen 
des Atlantikwassers mit dem Süßwasser der großen Flüsse (z. B. Themse und Rhein).
	        
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