Jahresbericht Nr. 20/1965
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c) Optische Geräte - Eine Untersuchung über die Eignung farbiger organi
scher Gläser als Earbscheiben in Positionslaternen ist abgeschlossen worden.
Wegen der hohen Temperaturen der Petroleumflamme und der sich hieraus er
gebenden möglichen Verformungen, insbesondere aber wegen der Entflammbar
keit der organischen Gläser erscheint es nicht zweckmäßig, diese für Posi
tionslaternen zuzulassen, die ausschließlich oder gelegentlich mit Petro
leumlampen als Lichtquelle betrieben werden. Diese Bedenken entfallen je
doch bei der Verwendung der Glühlampen DIN 49 841 und der für Sportfahr
zeuge zugelassenen Glühlampen. Berücksichtigt man die Vorteile, die durch
die bessere Parberkennbarkeit, höhere Durchlässigkeit, Unzerbrechlichkeit
und Gleichmäßigkeit in der Herstellung offensichtlich sind, so bedeutet
eine Zulassung organischer Gläser als Earbscheiben in nur elektrisch be
triebenen Positionslatemen eine Verbesserung der Positionslatemen. Die
Veränderung der Oberfläche organischer Gläser durch mechanische und atmosphä
rische Beanspruchung ist wegen der geschützten Unterbringung der Einsatz
gläser und Zylinder in den Laternengehäusen wenig kritisch. Neben den farb-
und lichttechnischen Bedingungen müssen diese Gläser auch den Anforderungen
von DIN 89 950 und DIN 89 952 genügen, was bei den untersuchten Mustern der
Eall war. Vor einer endgültigen Zulassung dieser Gläser soll noch eine
mehrmonatige praktische Erprobung an Bord von Schiffen erfolgen.
Prüfbänke zur Messung der Lichtstärke und Farbtemperatur von Glühlampen
wurden bei den Außendienststellen Brake, Cuxhaven, Elensbürg, Heiligenha
fen, Kiel und Wilhelmshaven aufgestellt, so daß nun an allen Außendienst
stellen Glühlampen für Positionslatemen einheitlich geprüft werden können.
Die Notwendigkeit einer solchen Prüfung ergibt sich aus der nach wie vor
unbefriedigenden Qualität einiger seriengefertigter Typen von Glühlampen
für Positionslaternen.
Die Prüfung von Baumustern von Glühlampen, Earbscheiben und Gürtellin
sen für Positionslatemen wurde fortgesetzt.
Eerner wurden Propangas-Lichtquellen auf ihre Eignung in Positionslater
nen untersucht, die auf Schleppgut über mehrere Wochen wartungslos betrie
ben werden müssen. Diese Arbeit ist noch nicht abgeschlossen.
Um Rettungsringe und -flöße auch in der Nacht erkennen zu können, werden
mit diesen festverbundene Leuchten mit offener Karbidflamme oder einer
elektrisch betriebenen Lichtquelle z.T. als Blinklicht benutzt. Die auf
Wunsch der See-Berufsgenossenschaft vorgenommene Prüfung einer Reihe sol
cher Leuchten auf ihre lichttechnischen Eigenschaften ergab, daß die nicht
ungefährlichen Karbidlichter bei einem Sichtwert von 0,6 eine Tragweite
von 1 sm über eine Betriebsdauer von mindestens 45 min sicher erreichten.
Bei den mit Glühlampen betriebenen Mustern war dies nur unter Verwendung