Jahresbericht Nr. 20/1965
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3. Untersuchung des Inseleinflusses auf elektrische Ströme im Meerwasser
durch gleichzeitige Registrierung der erdmagnetischen Zeitvariationen
an drei Punkten der Insel Fernando de Noronha.
4. Erdmagnetische und gravimetrisehe Vermessung der Insel Fernando de
Noronha in Zusammenarbeit mit dem Institut für die Physik des Erd
körpers der Universität Hamburg und mit dem Institut für Geophysik
der Universität Kiel.
5. Geophysikalische und morphologische Vermessung des Mittelatlantischen
Rückens im Gebiet 1°N bis 3°S und 19°W bis 25°W als Übersichtsaufnahme
zur tektonischen Deutung der großen Störungszonen im Westteil der
Romanche- und Chain-Bruchzonen. In diesem Areal wurden über 4 600 sm
Profilstrecke kontinuierliche Registrierungen der Wassertiefe, der
Schwerkraft und der erdmagnetischen Total- und Vertikalintensität
gewonnen. Eine gegen die Romanche-Tiefe abgegrenzte, neue große Tiefe
1 )
von 7 028 m wurde aufgefunden.
Auf der Expedition konnten die magnetischen und gravimetrischen Messungen
planmäßig und ohne wesentliche Ausfälle durchgeführt werden.
5. Rechenanlage
Im März wurde ein Diplom-Mathematiker eingestellt. Das Referat wurde
daraufhin in die Sachgebiete G51 (Entwicklung) und G52 (Planung und Ausfüh
rung) aufgeteilt.
Die Ausnutzung der elektronischen Rechenanlage IBM 1620 geht aus folgen
den Angaben hervor, die auf die gesamte Arbeitszeit bezogen sind:
Rechenzeit 85,6$
Übersetzen von Programmen 3,2$
Prüfen von Programmen 5,7$
Anlaufzeit 4,4$
Reparatur und Wartung 0,6$
Kein Betrieb 0,5$
Die Programmbibliothek wurde auf 143 größere Programme erweitert. Dazu
kommen ungefähr 50 Programme, die unmittelbar der Programmbibliothek der
IBM entnommen werden konnten.
Bei fast 4$ aller Arbeiten wurde der Drei-Zeichen-Kode verwendet. Dieses
Programmierverfahren wurde bedeutend erweitert und seine Ausführungsge
schwindigkeit erheblich erhöht.
1 ) Siehe Beilage