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Volltext: Jahresbericht 1965

Geophysik und Astronomie 
- Seite 79 
und auf das eigene Zeitsystem, welches auf den Beobachtungen am P.Z.R. beruht, 
bezogen. Die Monatszirkulare "Zeitsignalaufnahmen, astronomische Zeit- und 
Breitenbestimmungen" wurden an 137 Stellen des In- und Auslandes, zum Teil 
im Austausch gegen Veröffentlichungen dieser Stellen, versandt. 
Der Zeitdienst zeigte auf der Ausstellung "86400 Sekunden", die vom 10. 
September bis zum 10. Oktober in Stuttgart stattfand, vier Bilder und eine 
graphische Darstellung mit erklärenden Texten. 
d) Zeitmesserurüfdienst - Im Berichtsjahr wurden 277 Schiffs-Chronometer 
und 27 Armband-Chronometer fremder Auftraggeber, sowie 7 Präzisionsbeobach 
tungsuhren des Instituts geprüft und gegebenenfalls mit amtlichen Prüfschei 
nen versehen. 
4. Erdmagnetismus und Gravimetrie 
a) Im Erdmagnetisehen Observatorium Wingst wurden die Terminbeobachtun 
gen der Horizontalintensität, der Deklination und der Inklination wie üblich 
etwa alle 14 Tage durchgeführt. Die Totalintensität wurde täglich mit einem 
Protonenmagnetometer gemessen. Die Stundenmittel der erdmagnetischen Elemen 
te wurden vom Haupt-Registriersystem abgeleitet. 
Das Doppeljahrbuch Ir. 13, 1961/62, und die Hefte "Magnetogramme Wingst, 
I960" und "Magnetogramme Wingst 1961" sind erschienen. Das Doppeljahrbuch 
Ir. 14, 1963/64, und das Heft "Magnetogramme Wingst, 1962" wurden vorberei 
tet. Wie in den Vorjahren ist monatlich ein Bericht über die erdmagnetische 
Aktivität herausgegeben und an 80 Stellen des In- und Auslandes verschickt 
worden. Eine laufende Berichterstattung erfolgte außerdem in den "Ionosphä 
renberichten". Die zuständigen internationalen Datenzentren und andere in 
teressierte Stellen erhielten monatlich die erdmagnetischen Teilkennziffern 
der Deklination und der Horizontalintensität und einen ausführlichen Be 
richt über die besonderen Effekte und Pulsationen sowie vierteljährlich 
die vorläufigen Monats- und Tagesmittel der erdmagnetischen Elemente, 
Die Zusammenarbeit innerhalb der "Arbeitsgemeinschaft Ionosphäre der 
Deutschen Geophysikalischen Institute" und der URSI (Union Radio Scientifique 
International) ist wie bisher fortgeführt worden. Der Referent gehört der 
Kommission für Ionosphärische Radioelektrizität der URSI an.und ist Mit 
glied in sechs Arbeitsgruppen der Internationalen Assoziation für Erdmagne 
tismus und Aeronomie (IAGA). Er ist Mitglied in dem deutschen "Eorschungs- 
kollegium Physik des Erdkörpers" und in dem "Deutschen Komitee für das Un 
ternehmen Erdmantel".
	        
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