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Full text: Jahresbericht 1965

Geophysik und Astronomie 
- Seite 73 
fahrt vor besonders niedrigem Hochwasser" gegeben. Ein fester Empfänger 
kreis, dem nunmehr 310 Behörden und Firmen angehören, erhielt durch Post 
telegramme (im Hamburger Haum fernmündlich) 6 022 Warnungen vor Sturmflu 
ten oder niedrigen Wasserständen. Für die Schleswig-Holsteinische Ostsee 
küste wurde 4mal "Sturmflutwarnung" über den Norddeutschen bzw. Westdeutschen 
Rundfunk ausgegeben, dazu 218 telegraphische Warnungen. An amtliche und pri 
vate Stellen waren täglich Auskünfte verschiedenster Art für Orte der Nord- 
und Ostseeküste zu erteilen. Der Auskunftsdienst für den Hamburger Raum 
wird bei Sturmfluten wesentlich entlastet durch den Fernsprechsonderdienst 
der Bundespost, Rufnummer Hamburg 11 55. Der geophysikalische Beratungs 
dienst der Bundeswehr sowie die Wetterämter Bremen und Schleswig erhielten, 
wie vereinbart, fernschriftlich Warnungen und Vorhersagen. 
Eine neue Femsprechanlage mit je 8 Anschlüssen auf 3 getrennten Appara 
ten erleichterte den Diensthabenden den Auskunftsdienst, besonders bei 
Sturmflutlagen. 
Die Unterlagen für die Niedrigwasservorhersagen wurden ergänzt; damit 
sind die Untersuchungen dieser Art vorerst abgeschlossen. 
2. Navigationsverfahren 
Der Jahrgang 1966 des "Nautischen Jahrbuchs" erschien im Juli. Die 
Druckvorlage des "Nautischen Jahrbuchs" 1967 wurde bis zum Jahresende fer 
tiggestellt. Für den Fischerei-Almanach und für gerichtliche Zwecke wur 
den Positionen der Sonne und des Mondes zusammengestellt bzw. errechnet. 
Für gerichtliche Fragen, für das Seewetteramt, für den Gezeitenkalender 
sowie für Verlage und Zeitungen wurden außerdem Auf- und Untergangszeiten 
von Sonne und Mond errechnet und Auskünfte über astronomische Bedingungen 
und kalendarische Daten gegeben. Der Sachbearbeiter für das Nautische Jahr 
buch nahm an den Zeitdienstbeobachtungen teil. 
Nach Abschluß der Erprobung der Hi-Fix-Kette wurden Überlegungen ange 
stellt, wie das angefallene Material im Hinblick auf jahreszeitliche und 
andere Schwankungen infolge geophysikalisch veränderter Bedingungen auszu 
werten ist. Diese Arbeiten, gemeinsam mit T52, sind noch nicht abgeschlos 
sen. Versuche mit Lorac konnten wegen fehlender Mittel bisher nicht ausge 
führt werden. 
Für das Gebiet der Navigation mittels künstlicher Satelliten bestehen 
neben dem Transitverfahren mehrere amerikanische Projekte. Der Referent 
besuchte die Firmen, die diese Vorschläge bearbeiten, sowie die NASA in 
Washington. Er vervollständigte seine Kenntnisse über Rechenverfahren für 
Satelliten bei amerikanischen Fachinstituten.
	        
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