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Full text : Jahresbericht 1965

Jahresbericht  Nr.  20/1965

Seite  70  -

Die  Wasser-  und  Schiffahrts-,  Wasserwirtschafts-  und  Hafenverwaltungen
des  deutschen  Küstengebietes  stellten  wie  b'isher  ihre  Wasserstands-  und
Strombeobachtungen  nach  Bedarf  zur  Verfügung.  Von  rund  80  Pegeln  des
Küstengebietes  wurden  die  Hoch-  und  Niedrigwasserbeobachtungen  gesammelt,
meist  in  Form  von  Wasserstandslisten;  von  5  Pegeln  der  Nordfriesischen
Küste  wurden  die  Aufzeichnungen  gemeinsam  mit  den  Aufsichtsbehörden  laufend
ausgewertet.  Der  mittlere  Wasserstand  von  Cuxhaven  wurde  aus  den  Ablesungen
stündlicher  Wasserstände  bestimmt.
Zahlreiche  Gutachten  und  Auskünfte  waren  an  Schiffahrtskreise,  Seeämter,
Gerichte  und  Privatpersonen  zu  erteilen.
Als  Beiträge  zu  Seehandbüchern  wurden  fertiggestellt  oder  begonnen:  Für
das  Nordsee-Handbuch,  Östlicher  Teil,  Teil  B,  die  Abschnitte  über  Gezeiten,
Kartennull,  Einfluß  des  Windes  auf  die  Wasserstände  und  Gezeitenströme
(mit  2  Gezeitenkarten  und  13  Gezeitenstromkarten)  sowie  für  den  Teil  C  die
Angaben  über  Wasserstände,  Gezeiten  und  Gezeitenströme;  für  das  Mittelmeer-Handbuch,
  II.  Teil,  Teil  B,  der  Abschnitt  über  Gezeiten  mit  2  Gezeitenkarten; ­
  für  das  Handbuch  der  Westküste  Amerikas,  I.  Teil,  Chile,  Teil  B,  die
Abschnitte  über  Gezeiten,  Kartennull  und  Gezeitenströme  (mit  2  Gezeitenkarten) ­
  und  für  den  Teil  C  die  Angaben  über  Gezeiten,  Wasserstände,  Gezeitenströme, ­
  Hayas  (Stromkabbelungen)  und  Strömungen  unter  der  Küste  und  Flußströmungen; ­
  für  das  Handbuch  der  Ost-  und  Südküste  Afrikas,  Teil  B,  die
Abschnitte  über  Gezeiten,  Kartennull  und  Gezeitenströme  (mit  2  Gezeitenkarten) ­
  und  für  den  Teil  C  die  Angaben  über  Gezeiten,  Gezeitenströme  und
Strömungen  unter  der  Küste;  für  das  Westindien-Handbuch,  II.  Teil,  Teil  C,
die  Angaben  über  Gezeiten,  Gezeitenströme  und  Strömungen  unter  der  Küste.
b)  Besondere  Arbeiten  -  Der  Verlauf,  den  die  Gezeiten  in  den  Wattengebieten ­
  der  Elbe-  und  Eidermündung  nehmen,  wurde  an  Hand  der  Beobachtungen
von  28  Rohrpegeln  untersucht,  die  dort  in  den  letzten  Jahren  zu  verschiedenen ­
  Zeiten  errichtet  waren.  Indem  die  Beobachtungen  nach  dem  oben  (a.)
beschriebenen  Differenzenverfahren  an  den  Pegel  Cuxhaven  angeschlossen  und
auf  19-jährige  Mittel  reduziert  wurden,  ergab  sich  für  die  Positionen  der
Rohrpegel  ein  gut  stimmendes  System  von  Gezeitengrundwerten.  Es  läßt  eine
starke,  der  Morphologie  des  Gebiets  entsprechende  Differenzierung  des  Gezeitenverlaufs, ­
  auch  in  den  halbmonatlichen  Ungleichheiten,  erkennen.
Die  Differenz  der  Zeiten,  zu  denen  der  wahre  und  der  mittlere  Mond  durch
den  Meridian  von  Greenwich  gehen,  ist  in  derselben  Weise  nach  den  mittleren
längen  des  Mondes  und  der  Sonne,  ihrer  Perigäen  und  des  Mondbahnknotens
entwickelbar,  wie  die  Intervalle,  in  denen  die  Hoch-  und  Niedrigwasser  auf
die  Meridiandurchgänge  des  wahren  Mondes  folgen  (DHI-Verfahren).  Explizit
liegt  jedoch  die  Entwicklung  für  die  Durchgangszeiten  des  wahren  Mondes
            
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