Jahresbericht Nr. 20/1965
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Die Auswertung der Beobachtungen sowie der von Vergleichsregistrierungen
mechanischer Schreibpegel, die in unmittelbarer Nähe stehen, wurde begon
nen. Zu diesen Arbeiten gehört die Darstellung der Temperatur-, Salzge
halts- und Dichteverteilung in der Deutschen Bucht und ihres jahreszeit
lichen Ganges.
Die meereskundlichen Beobachtungen auf den Feuer- und Handelsschiffen
von Nord- und Ostsee wurden ausgewertet und dem ICES in Kopenhagen zur
Veröffentlichung zur Verfügung gestellt.
Die Messung der Temperatur und des Salzgehaltes in 8 deutschen Häfen,
die durchgeführt wurden, um einen Überblick über tägliche und jahreszeit
lich bedingte Dichteänderungen zu erhalten, wurden nach einer 24-monatigen
Beobachtungszeit eingestellt. Die Angehörigen der Außendienststellen des
DHI haben hierbei wertvolle Hilfe geleistet. Aus überseeischen Häfen brach
ten freiwillige Mitarbeiter auf deutschen Handelsschiffen entsprechendes
Beobachtungsmaterial in größerem Umfang als im Vorjahr.
Die Untersuchungen über die haline Sprungschicht in der Nordsee wurden
fortgeführt. Monatsmittelwerte des Salzgehalts in Halb- und Eingradfeldern
dienten der Darstellung der Jahresgänge in verschiedenen Tiefen dieser Fel
der. Der Entwurf von Monatskarten des Salzgehaltes in mehreren Horizonten
steht vor dem Abschluß.
Sowohl in der Nord- als auch in der Ostsee wurden neue Seegangsmeßstel
len eingerichtet. Insbesondere konnten DHI-Wellenpegel auf mehreren Bohr
inseln errichtet werden, so daß sich die festen Meßstellen vom tiefen Was
ser der freien Nordsee bis in die Wattgebiete der nord- und ostfriesischen
Küste erstrecken.
3. Physikalische Meereskunde
Die Betreuung der wissenschaftlichen Geräte des FS "Meteor" beanspruch
te weiterhin einen wesentlichen Teil der Arbeitszeit. Während der beiden
Expeditionen in den Indischen Ozean und in den Atlantischen Ozean waren
häufig Reservegeräte und Ersatzteile eilig zu beschaffen und deren Nach
sendung zu veranlassen. Nach Abschluß jeder Reise machte sich der Mangel
an Hilfskräften in der Gerätelagerverwaltung und in der Werkstatt für-den
An- und Abtransport der Geräte sowie für deren Überprüfung und Überholung
außerordentlich bemerkbar. Ein Teil der auf der Expedition in den Indischen
Ozean benutzten Geräte konnte daher bis Jahresende noch nicht überholt wer
den.
Die Arbeiten im physikalischen Labor umfaßten die. Fertigstellung eini-