Jahresbericht Nr. 20/1965
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Vorgänge im Meere. Es gilt ferner, die bisher vorwiegend national betriebe
nen Dienste, wie z.B. die Seevermessung, durch internationale Zusammenarbeit
zu rationalisieren, so wie dies bei den maritimen Forschungsunternehmungen
bereits jetzt die Regel ist. Mit den ausländischen Schwesterinstituten
sollten wir nicht nur in Gedankenaustausch stehen, sondern durch Austausch
von Experten die Zusammenarbeit intensivieren, die eigene Arbeit anregen
und befruchten. Sicher werden dabei einige nicht unbeträchtliche Hürden
zu überwinden sein; ich bin aber sicher, daß wir diese mit Ihrer Hilfe,
sehr verehrter Herr Bundesminister, sowie unterstützt von der Abteilung
Seeverkehr und der Zentralabteilung Ihres Hauses nehmen werden.
Es ist ein Kennzeichen des Deutschen Hydrographischen Instituts, in en
ger Verbindung mit zahlreichen Institutionen des Bundes, der Länder und
der Seeschiffahrt zu arbeiten. Ich darf deshalb dem Wunsche Ausdruck geben,
daß diese Zusammenarbeit, die gut war in der Vergangenheit, sich auch in
der Zukunft günstig entwickeln möge, und versprechen, daß ich alles Not
wendige und Mögliche dazu tun werde. Ich möchte insbesondere betonen, daß
mir als ehemaligem Marineangehörigen die Verbindung zur Bundesmarine und
die Erfüllung ihrer Bedürfnisse besonders am Herzen liegen.
Ihre Anwesenheit, Magnifizenz, bekundet das Interesse der Hamburgischen
Universität an der Arbeit des Deutschen Hydrographischen Instituts. Wir
verzeichnen dies mit Genugtuung und Freude und ich erwähne ausdrücklich,
daß wir uns im Felde der wissenschaftlichen Forschung nichts Besseres
wünschen können als einen möglichst engen Kontakt zu den Universitäten
Hamburg und Kiel, in denen die Wissenschaften vom Meere gepflegt werden.
In Ihnen, lieber Herr Kollege Dietrich, sehen wir den Repräsentanten
der Deutschen Forschungsgemeinschaft, mit der uns nicht nur zahlreiche
Forschungsprojekte, sondern insbesondere das gemeinsam betriebene neue
Forschungsschiff "Meteor" verbinden, das im letzten Winter unter Ihrer
Führung draußen im Indischen Ozean seine "Feuerprobe" bestanden hat und
bald zu seiner nächsten Unternehmung unter der Leitung unseres Kollegen
Brocks auslaufen wird. Ich werde alles tun, um diese Partnerschaft weiter
zu entwickeln und dadurch beizutragen zum Erfolg und zur Mehrung des An
sehens der deutschen Meeresforschung im In- und Auslande.
Ich wende mich nun an Sie, meine Mitarbeiter, und an Ihre Personalver
tretung. Viele von Ihnen kenne ich bereits durch die enge Nachbarschaft
zwischen dem Deutschen Hydrographischen Institut und dem Seewetteramt,
einige von Ihnen sind mir durch frühere gemeinsame Tätigkeit verbunden.
Ich richte an Sie die Bitte um freudige Mitarbeit und treue Gefolgschaft.
Die Basis unserer Zusammenarbeit muß das gegenseitige Vertrauen sein, das
ich jedem Einzelnen von Ihnen uneingeschränkt entgegenbringe und das ich