Jahresbericht Nr. 21/1966
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Die Untersuchungen über die haline Sprungschicht in der Nordsee wurden
mit der Zusammenstellung von Monatskarten der Salzgehaltsverteilung in
acht verschiedenen Tiefen und einer Übersicht über den jahreszeitlichen
Gang der stärksten Salzgehaltsgradienten abgeschlossen. Die Ergebnisse
liegen jetzt druckreif vor. Bei entsprechenden Arbeiten über die Tempera
tur- und Salzgehaltsverteilung in der Ostsee werden etwa 300 000 Meßwerte
auf Lochkarten erfaßt.
Für Untersuchungen über den Seegang in der Nord- und Ostsee waren 17
Meßstellen mit DHI-Wellenpegeln in Betrieb. Außerdem gaben die Bohrinseln
in der Deutschen Bucht Gelegenheit, Beobachtungen im freien Seegebiet an
zustellen. Die Meßstelle für den Wellenauflaüf an einem Deich bei Büsum
wurde an die besser geeignete Stelle am Dieksanderkoog nördlich der Elbe
mündung verlegt. Im Zusammenhang mit den Hafenbauarbeiten bei Lomé (Togo)
wurde ein Gerät zur Messung des Seegangs und der atlantischen Dünung auf
gebaut.
Als Beiträge zu Seehandbüchern wurden die hydrographischen Verhältnisse
für folgende Handbücher dargestellt: Kanal, I. Teil, Westindien, II. Teil
und Mittelmeer, III. Teil. Außerdem wurden die Unterlagen für die Neuauf
lage der "Monatskarten für den Nordatlantischen Ozean" zusammengestellt.
Zwei Wissenschaftler des Referates nahmen am Windstau- und Sturmflut
warndienst teil.
2. Physikalische Meereskunde
a) Geräteausrüstung von PS "Meteor" - Die Ausrüstung des PS "Meteor"
mit wissenschaftlichen Geräten für fünf Porschungsfährten, von denen vier
ozeanographische Programme hatten, erforderte einen außergewöhnlichen Ar
beitsaufwand. Erschwerend für diese Arbeiten waren die sehr kurzen Hafen
aufenthalte zwischen den einzelnen Fahrten. Die Lagerungsmöglichkeiten
für die Geräte fanden zwar, nachdem zusätzlich eine Garage im Gebäude der
Versuchswerkstatt zur Verfügung gestellt wurde, eine geringfügige Ver
besserung, sind aber immer noch unbefriedigend. Unbefriedigend sind auch
die Möglichkeiten, die Geräte zu warten. Für das "Meteor"-Gerätelager ist
noch immer kein besonderer Gerätebetreuer vorhanden, so daß der Verwalter
des DHI-eigenen Geräteparks zusätzlich auch noch die "Meteor"-Ausrüstung
betreuen muß.