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Full text: Jahresbericht 1966

Probleme des deutschen Seeltartenwerkes 
- Seite 17 - 
Die Fisehereikarten 
Große Aufmerksamkeit widmet das DHI auch, den Fischereikarten. Seit 
längerer Zeit findet in jedem Jahr eine Besprechung mit dem Verband der 
deutschen Hochseefischereien e.V. in Bremerhaven statt. Bei dieser Gele 
genheit wird das DHI von den Praktikern - es nehmen an dieser Besprechung 
auch Fischdampferkapitäne teil - über neue Fanggebiete oder über die Pla 
nung der Befischung von neuen Fanggründen unterrichtet. Eine Folge derarti 
ger Besprechungen waren die Vermessung in der Dänemarkstraße durch "Gauß" 
und die Schaffung der Fischereikarten 
D 256 Fl "Gewässer zwischen Island und Grönland" 
im Maßst-ab 1 : 1 000 000 sowie der 
D 257 FI "Dohrn-Bank", . 
D 258 FL "Angmagssalik bis Heimland-Rücken", 
D 259 FL "Kap Iiösting-Grund bis Kap Tordenskjold-Bank", 
D 260 FL "Kap Tordenskjold-Bank bis Frederiksdal" 
im Haßstab 1 : 500 000. 
Als durch die seewärtige Verschiebung der Fischereigrenzen auf 12 sm 
Küstenabstand das Fischen in den isländischen und grönländischen Gewässern 
eingeengt und die Erträge geringer wurden, verlagerte sich die'Hochsee 
fischerei teilweise in die Labradorsee, für die aber nur unzureichende 
Kartenunterlagen vorhanden waren. 
Durch die Zusammenarbeit der hydrographischen Dienste war es möglich, 
von dem Gebiet der Labradorsee Vermessungsergebnisse der USA für die Heu 
herstellung von vier Fischereikarten im Maßstab 1 : 500 000 zu erhalten. 
Im Sommer 1965 wurden die nachstehenden Fischereikarten mit Lorannetz 
herausgebracht: 
D 459 FL "Button Islands bis Cod Island", 
D 460 FL "Cod Island bis Cape Harrison", 
D 461 FL "Cape Harrison bis Saint Michael Bay", 
D 462 FL "Saint Michael Bay bis Gray Islands". 
Der Absatz entsprach den Erwartungen, wobei etwa ein Drittel der Karten 
von kanadischen Fischern erworben wurde. Der kanadische hydrographische 
Dienst zollte den vier Fischereikarten höchste Anerkennung und bat um die 
Erlaubnis, diese Karten nachdrucken zu dürfen. Als Gegenleistung für die 
ses Entgegenkommen erklärte er sich bereit, Zweitoriginale von zwei kana 
dischen Fischereikarten 1 : 500 000 dem DHI zur Verfügung zu stellen. 
Eine Umfrage bei den deutschen Fischern ergab, daß die deutsche Hochsee 
fischerei an diesen Karten interessiert ist. Es wurde deshalb dem kanadi
	        
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