Nautische Technik
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Die Abbildungen 20 und 21 zeigen den Verlauf der Schallgeschwindigkeit in
der Nähe der Wasseroberfläche, einmal bei gleichmäßiger, zum anderen bei
wechselnder Temperatur im Wasser.
Die Tiefseesonde wurde an verschie
denen Positionen eingesetzt. Sie war mit
auswechselbaren Batterien versehen, die
jeweils einen etwa 40-stündigen Be
trieb ermöglichten. Den Verlauf der
Schallgeschwindigkeit längs eines Tief
seeprofiles zeigt Abbildung 22.
Alle drei Sonden wurden an interes
sierte Institute und Firmen zu Meß
zwecken ausgeliehen.
Die Untersuchungen an Meßstrecken mit
Schwingern hoher Resonanzfrequenz wurden
mit gutem Erfolg weitergeführt.
Das 5 m-Gerät zur in situ-Messung der
Schallgeschwindigkeit im Sediment war
während zweier "Gauß"-Fahrten im Einsatz
Die Elektronik wurde auf größere Schall
energie umgestellt und zu zwei Einheiten ' Abb. 22: Schallgeschwindigkeit
in verschiedenen Tiefen
zusammengefaßt. Das Meßprinzip - Frequenz-
1)
verfahren "sing-around" - ist das
gleiche geblieben, doch werden die Impulse
nicht mehr mit einem Sperrschwinger, sondern mit einem Multivibrator er
zeugt. Für die Signalübertragung wurde eine niedrigere Trägerfrequenz ge
wählt. Diese Änderung hat sich bei größeren Kabellängen als sehr zweck
mäßig erwiesen, zumal es dann möglich ist, fertige Industrie-Empfänger
zu verwenden.
Auf FS "Meteor" wurde während der Fahrt Nr. 7 ein neues Digitalgerät
als Zusatzgerät zur Schelfrandlotanlage erprobt. Es dient zur Einspeisung
der geloteten Werte in einen Drucker oder in eine Datenverarbeitungsan
lage. Gleichzeitig erfolgt auch die Tiefenanzeige durch leuchtziffern.
Der Anschluß mehrerer Tochtergeräte mit Leuchtziffernanzeige ist möglich.
1) Durch den am Empfänger auftreffenden Impuls wird der Sender zur Abgabe
eines neuen Impulses angeregt. Die Anzahl der je Zeiteinheit ausgesandten
Impulse ist ein Maß für die Schallgeschwindigkeit.